11.01.2019 - 16:48 Uhr
EschenbachOberpfalz

Sparen fürs Jubiläumsjahr

Der Kassenbestand und Rechenschaftsberichte sind bei vielen Jahreshauptversammlungen von Vereinen das Wichtigste. Nicht so bei Eschenbachs Traditionsverein "Frohsinn". Gesang am Beginn, Brotzeit am Ende, lautet das Rezept.

Zwei, die sich gut verstehen: Vorsitzender Erwin Dromann (links) und sein soeben neu gewählter "Vize" Fritz Gradl.
von Georg PaulusProfil

Die Stimmung im voll besetzten Rohrer-Saal war bestens, als Erwin Dromann, der Vorsitzende der Gesellschaft "Frohsinn", den gesanglich angebotenen Höflichkeiten der Liedertafel die Begrüßung aller Ehrengäste und seiner "Frohsinnigen" folgen ließ. Den verstorbenen und gefallenen Mitgliedern galten ein Gebet und das Lied vom Guten Kameraden.

Es leitete über zum "geistlichen Grußwort" von Ruhestandspfarrer Helmut Süß. Dankbarkeit, Zufriedenheit und ein von Gott gesegnetes neues Jahr, das waren seine guten Wünsche. Gemeinschaft sei die inhaltliche Aussage für Gesellschaft, sagte Süß. "Dort sind Gleichgesinnte beisammen, da ist der Baustein 'Dankbarkeit', da wird Programm gemacht, da herrscht Zufriedenheit und da kann ich wieder so richtig auftanken". In seinem Rückblick bezeichnete Dromann die Generalver- sammlung im Januar, das Familien- fest im September und die Advent- feier im Dezember als Höhepunkte im Vereinsjahr.

"Fosndausklang" im "Weißen Roß" mit Josef Kämpf, der "Tanz in den Mai" mit der "Stodtbergsaitn", eine Erprobung fränkischer Weine, ein Volksmusiknachmittag im "Hexenhäusl", die Viertagesfahrt an den Neusiedler See, die "Fahrt ins Blaue" und die Tagesfahrt nach Volkach waren weitere Programmpunkte. Fünfmal fanden Vorstandssitzungen statt, 54 Mitgliedern und Vorstandsmitgliedern wurde zu runden Geburtstagen gratuliert. Anlass zur Trauer war im August der Tod von Vinzenz Dachauer. Das Ehrenmitglied war im vergangenen Jahr noch für 50 Jahre ununterbrochene Teilnahme an Generalversammlungen geehrt worden.

Mit 2330,45 Euro subventionierte der "Frohsinn" seine größeren Veranstaltungen. Zuwendungen von Stadtverband und Stadt sowie Spenden vieler Mitglieder und von Freunden sorgten dafür, dass am Jahresende schwarze Zahlen zu Buche stehen, sagte "Finanzminister" Josef Rupprecht in seinem Bericht. 2019 werde aber gespart, "da wir für das Jubiläumsjahr das Vereinsvermögen stärken wollen".

Worte des allzu früh verstorbenen Erzbischofs Dr. Hans Schwemmer aus Pressath wählte Erwin Dromann als Schlusswort: "Halt' ma' z'amm." Die Vereinshymne, von allen gesungen, hatte danach genauso Tradition wie die Brotzeit: Es gab "Pfälzer", Bauernbrot und Sauerkraut.

Eine Brotzeit zur Genesung gibt’s für Schriftführer Rudi Danzer (Vierter von links), eine als Dankeschön für seine Dienste für Josef Rupprecht (Vierter von rechts), den „Finanzchef“ der Gesellschaft „Frohsinn“. Einen Blumenstrauß erhält Edeltraud Gradl (Mitte), die Frau von Fritz Gradl (Fünfter von links), der als neuer „Vize“ Erwin Dromann (Zweiter von rechts), den Chef der „Frohsinnigen“, unterstützt.

Im Blickpunkt:

Fritz Gradl neuer "Vize-Chef"

Als sehr erfreulich bezeichnete Erwin Dromann, der Vorsitzende der Gesellschaft „Frohsinn“, in der Jahreshauptversammlung auch den Mitgliederstand. Von 458 im Vorjahr stieg dieser inzwischen auf 505. Abschließend bedankte sich Dromann beim Vorstand für die Unterstützung. Er erwähnte dabei besonders Rudi Danzer, der trotz einer viermonatigen krankheitsbedingten Pause mit 25 Neumitgliedern wieder der erfolgreichste Werber war

Da Max Ott aus persönlichen Gründen als stellvertretender Vorsitzender zurückgetreten war, wählten die Mitglieder einstimmig Beisitzer Fritz Gradl zu seinem Nachfolger. Er führte sich mit guten Wünschen für ein „reisefreudiges Jahr“ ein.

Anstelle des „Urlaubers“ Peter Lehr überbrachte zweiter Bürgermeister Karl Lorenz die Grüße der Stadt und ein „gefülltes Kuvert“. Dank vieler Aktivitäten sei der Verein aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Er lobte den Zusammenhalt und hob hervor, dass, wenn der Rhythmus der Neuaufnahmen so weiter gehe, der „Frohsinn“ bald der größte Verein der Rußweiherstadt sei. Abschließend wünschte er Erwin Dromann auch in Zukunft gutes Gelingen mit den „frohsinnigen“ Mitgliedern. Dem schloss sich Dieter Kies an. Verbunden mit Wünschen für ein Jahr mit vielen schönen Höhepunkten überreichte der Stadtverbandsvorsitzende einen „frohen Taler“.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.