26.09.2021 - 11:37 Uhr
EschenbachOberpfalz

SPD-Fraktion im Kreistag Neustadt/WN informiert sich über Sanierungsarbeiten im Eschenbacher Landratsamtsgebäude

„Positiv beeindruckt“ zeigt sich die SPD-Kreistagsfraktion von den Sanierungsarbeiten am Eschenbacher Landratsamtsgebäude. Kreisbaumeister Werner Kraus und Gina Lankes vom Architekturbüro Karlheinz Beer informieren über den Baufortschritt.

Kreisbaumeister Werner Kraus beim Rundgang mit den SPD-Kreisräten durch das Eschenbacher Landratsamtsgebäude, das derzeit saniert wird. In der Kfz-Zulassungsstelle bleibt die Stuckdecke erhalten.
von Walther HermannProfil

„Nach dem Rohbau treffen wir uns nun im Fertigbau des dominanten Gebäudes am Karlsplatz“, erklärte Kreisbaumeister Werner Kraus gegenüber den Genossen, die sich zum wiederholten Mal im letzten erhaltenen Burggut der Rußweiherstadt eingefunden hatten. Er wies sie zunächst auf die sandsteinfarben gehaltene Pietà an der Ostseite des stadtbildprägenden Bauwerks hin, die sich deutlich von der hellen Fassadenwand abhebt. Dies sei in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege erfolgt.

Peter Lehr erinnerte an seine im Vorfeld der Sanierungsmaßnahme geführten Gespräche mit der Regierung der Oberpfalz, nach denen die Stadt zum Co-Partner des Landkreises geworden sei, was eine 80-prozentige Förderung der Gesamtmaßnahme ermöglicht habe. Im Foyer machte der Kreisbaumeister auf die Freilegung eines ehemaligen pfortenartigen Durchgangs aufmerksam.

Er führte die Gruppe dann in den ehemaligen Tankraum, dessen Decke zum darüber liegenden einstigen Sitzungssaal entfernt wurde. Die frei liegenden jahrhundertealten Grundmauern sollen wegen der erkennbaren Feuchtigkeit frei bleiben, versicherte Kraus. „Die historische Treppe zu den Obergeschossen bleibt erhalten“, kündigte Gina Lankes an und zeigte an einem Muster, wie „Tritt- und Setzstufen aufgedoppelt“ und dadurch aufgewertet werden. Der Bereich der Kfz-Zulassungsstelle erhielt kleine räumliche Veränderungen.

Geradezu als Schmuckstück werteten die Kreisräte den Kundenraum, zu dem Kraus anmerkte: „Die Stuckdecke bleibt als einzige im Gebäude erhalten.“ Den Eichenfenstern bescheinigte er eine energetische Funktion und versicherte: „Die komplette Haustechnik wurde unter Denkmalaspekten erneuert.“ Dazu zählte er die sehr sparsame LED-Beleuchtung.

Der Kreisbaumeister richtete die Blicke der Besucher auch auf das als abgesetzter Baukörper geschaffene zweite Treppenhaus und den eingebauten Aufzug, der eine barrierefreie Erschließung bis zu den VHS-Räumen im zweiten Stock ermöglicht. Nach dem Hinweis, dass der gesamte Innenputz des Gebäudes erneuert wurde, kam er auf die Gesamtkosten der Maßnahme zu sprechen: „Wir erwarten eine Endabrechnung über 4,1 Millionen Euro.“

Vor der Fraktionstagung in „Matth sein Wirtshaus“ führte SPD-Ortsvorsitzender Thomas Ott seine Kollegen zum Kulturzentrum „Taubnschuster“, wo in der neuen Ausstellung „Burg Thurndorf und die Burggüter zu Eschenbach“ besonders das Modell des vierten Burgguts, des heutigen Landratsamtes, großes Interesse und Bewunderung fand.

 

 

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