Nach einem Vierteljahrhundert war im Apfelbacher Weiher wieder einmal ein Fischzug angesagt. Mit Fischernetzen, Keschern und Wannen ging es an die Arbeit. Der Grund für die Schwierigkeiten: Mönch und Wasserablauf liegen deutlich höher als die Weihersohle. Nach stundenlangem Pumpeneinsatz war die Zeit der Petrijünger dann schließlich gekommen.
Die Neugierde von Gewässerwart Ralf Schlottke, seiner Mannschaft, von Bürgermeister Marcus Gradl und vieler Schaulustiger war nach so langer Zeit deshalb besonders groß. Gibt es überhaupt einen nennenswerten Fang? Vielleicht doch, mutmaßte Ralf Schlottke. War doch durch die Jugendabteilung des Sportanglervereins schon vor Jahren einer kleiner Besatz erfolgt.
Pfundiger Fang
Doch das Staunen über ein gut gefülltes Fischernetz war noch riesiger. Mächtige Gras-, Spiegel und Marmorkarpfen, bis zu 20 Pfund schwer, tauchten in der aufgewühlten braunen Wasserbrühe auf und auch der Raubfischbestand erwies sich als „pfundig“. Zander und Hechte bis zu einem Meter lang und bis zu 15 Pfund schwer waren kaum zu bändigen. Ein überraschend großer Fang, wie die begeisterten Petri-Jünger bestätigten.
Alle Fische in den Rußweiher
Erster Gewässerwart Schlottke schätzte das Gesamtergebnis auf zirka fünf Zentner. Überflüssig war ein Sortiertisch, weil der Bestand umgehend in den Rußweiher umgesetzt wurde. Künftig werden die kapitalen Exemplare zum guten Ruf des Sees als Anglerparadies beitragen. Die zirka 3.000 Quadratmeter große Weiherfläche soll zunächst trockengelegt werden. Eine Sanierung insbesondere der Uferränder ist längst überfällig, erklärte Bürgermeister Marcus Gradl als interessierter Beobachter des Fischzuges und Brotzeitspender für die tüchtigen Helfer.
Kein Thema war in Apfelbach die quälende Diskussion über eine Weiherumzäunung. Der Bürgermeister gab bekannt, dass mit einer Nutzungsänderung von einem Feuerlösch- in einen gewöhnlichen Dorfweiher eine Einzäunung vermieden werden könne.

















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.