Eschenbach
20.06.2026 - 11:57 Uhr

Stadtkapelle und Liedertafel Eschenbach bezaubern mit "Sommernachtsträumen"

Wo gesungen und musiziert wird, da ist Freude. Aus dieser Freude heraus entzündet sich bei der Sommerserenade von zwei hochgeschätzten Eschenbacher Ensembles beim Publikum ein Feuer der Begeisterung.

"Uns Musikanten ist Harmonie pur im Blut. Musik, die tut uns echt gut", hieß es am Freitagabend bei einer Serenade im Innenhof der Markus-Gottwalt-Schule. Stadtkapelle und Liedertafel banden einen bunten musikalischen Blumenstrauß. Beschwingt, temperamentvoll und heiter errichteten der Männerchor und die Eschenbacher Blasmusikantinnen- und Musikanten Brücken in das weltumspannende Geflecht der Musik.

Die Vorsitzenden Karl Ott (Liedertafel) und Martin Danzer (Blaskapelle) begrüßten zirka 250 musikbegeisterte Besucher. Start frei hieß es schon beim „Grüß Euch Gott, beianand. Seid gut drauf allesamt“ mit Roland Stengel (Chor) und Hannah Mayer (Blasmusik) als charmante Moderatoren.

Die Programmvielfalt überwältigte. Mit vollem Klang in vier Stimmlagen beschworen die 30 Akteure a-capella mit Riita Michelson als Dirigentin und von Benjamin Schallwig am Klavier begleitet „all die schönen Jahre in Gemeinsamkeit und Zufriedenheit“, um anschließend in „Heimat, deine Sterne“ das Heimatrauschen zu aktivieren. Mit einem klingenden Liederstrauß erzählten die Sänger über das Freud und Leid auf der Welt, beantworteten die Frage beim Doris Day-Hit Que sera, sera "Was kann schöner sein als Ruhm und Geld?“ und wandelten mit einem Best-of auf den Spuren von Udo Jürgens.

Nach der Pause entführten die Sänger mit Harry Belafontes „Island in the Sun“ in karibische Welten. Die chorischen Freundschaften betonte das mächtige Ensemble in „Amigos para siempre“, der Hymne der Olympischen Spiele in Barcelona. Noch einmal gingen die Sänger mit Volksweisen aus Mexico und Hawaii im La Golondrina auf Weltreise. In kleiner Besetzung transportierte der Chor zudem mit „The Rose“ und „I have a Dream“ die Botschaft der Liebe und Hoffnung in das Publikum.

In das Programm eingebaut ließen Eschenbachs „Stadtmusikanten“, dirigiert von Stefan Wittmann, ihrem Temperament freien Lauf. Schmeichelnder böhmischer und alpenländischer Sound, etwa mit dem „jungen Egerländer“ und der Traumfänger-Polka fesselten ebenso wie die Heublumen-Polka und das schmissige Arrangement in „Lazy Guys“. Mit dem Rocksong „Don't stop believin“ ermutigte die Kapelle dazu, Träume zu leben. Hin und weg zeigte sich das Publikum auch von den Welterfolgen der Boney Ms Super Hits.

Harmonie in Vollendung zwischen Sängern und Blasmusikantinnen- und Musikanten war schließlich „in der letzten Runde“ angesagt. Die Pop-Ballade „You raise me up“ handelte von Trost und innerer Stärke in schwierigen Zeiten. Im Schlussakkord war von Heimatliebe und Patriotismus die Rede. In Musik und Gesang bekundeten beide Ensembles im berühmten Marsch „Dem Land Tirol die Treue“.

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