16.04.2019 - 12:19 Uhr
EschenbachOberpfalz

"Stolz auf das Erreichte"

„Die zweite Legislaturperiode, in der die SPD in Eschenbach maßgeblich mitgewirkt hat, geht in die Zielgerade.“ In der Mitglieder- und Nominierungsversammlung der Genossen läutet Bürgermeister Peter Lehr das Ende seiner Amtszeit ein.

Im Wahlkampf 2008 hatte Kreisrätin Annette Karl dem damaligen Bürgermeisterkandidaten Peter Lehr ein Bär-Maskottchen übergeben. Lehr reicht es nun an den SPD-Nachfolgekandidaten Thomas Ott weiter.
von Walther HermannProfil

In seinem Rüückblick auf sein Wirken als Stadtoberhaupt zeigte sich Lehr überzeugt, dass die SPD im Zusammenwirken mit vielen anderen Institutionen für die Rußweiherstadt viel erreicht habe. Sein Dank galt daher allen, „die in den vergangenen elf Jahren unsere Arbeit unterstützt und dadurch gefördert haben“.

In seinen Dank bezog er neben der Fraktion der Freien Wähler seine Bürgermeisterkollegen Karl Lorenz (FW) und Klaus Lehl (CSU) und bescheinigte dem „L-Trio“ eine freundschaftliche, offene und loyale Kooperation. Mit Blick auf die SPD-Stadtratsfraktion hob er Kreisrat Fritz Betzl als Urgestein der Eschenbacher Genossen hervor, „mit dem ich von Anfang an in eine Richtung marschiert bin und dem die SPD in unserer Heimatstadt sehr viel zu verdanken hat“.

Damit leitete Lehr über auf den von Bürgern erhaltenen Auftrag, die Entwicklung der Stadt fortzuschreiben und sie noch attraktiver und lebenswerter zu gestalten. Die stete Zunahme der Stadtratsmandate von drei im Jahr 2006 bis auf sechs im Jahr 2014 und das Vertrauensvotum zum Bürgermeister ab 2008 wertete er als Beweis dafür, dass der Wähler von der Arbeit der SPD-Fraktion überzeugt sei.

Diesen Vertrauensbeweis sah er begründet in den zahlreichen Maßnahmen, die den Klimaschutzzielen dienen - wie Photovoltaik-Anlagen, Hackschnitzel- und LED-Technik -, im konstanten Ausbau des Erdgas- und Glasfasernetzes, in innerstädtischen Straßenbaumaßnahmen oder in Hochbauinitiativen wie Bauhof, Hexenhäusl, Vermessungsamt und Landratsamt. Durch zeitgerechtes Agieren im Bereich neuer Programme seien für die beiden Amtsgebäude Fördersätze von 80 Prozent generiert worden, merkte Lehr an.

Zu den Erfolgen in den Bereichen Wohnraum, Familie, Kinder und Bildung zählte er die Baugebiete "Sommerleite" und "Esperngasse Ost", das verdichtete Bauen in "Scherm-Garten", "Steinäckern" und Pfarrheim, die dreimalige Erweiterung der Kindertagesstätte, die Ferienfreizeit mit qualifizierter Betreuung der Schulkinder und 50-prozentiger Förderung sowie das oberpfalzweit erste Einsteigen in das System der Offenen Ganztagsschule mit Essen und Nachmittagsbetreuung. Die Schaffung von Aussichtspunkten im Naturschutzgebiet, die Aufwertung des Umgriffes am Obersee-Mönch und die Dauerausstellung im Hexenhäusl wertete der Bürgermeister als Beiträge zur Verbesserung der Naherholung.

An Beispielen wie dem „Meisterstück“ Feuerwehrhaus, Einsatzbekleidung, Rettungsschere, LF 20 und Versorgungs-Lkw lieferte er den Beweis dafür, dass der schlagkräftigen Truppe um die Kommandanten Udo Drechsler und Christian Götz das bestmögliche Rüstzeug für Einsätze zur Verfügung gestellt wurde. Unter „Anstrengungen für eine ansprechende letzte Ruhestätte“ verstand er Erweiterung und Neubau von Urnenanlagen, Besucher-WC, Lautsprecheranlage und Vorbereitungen für einen Ruhewald.

Eine rasante Entwicklung bescheinigte Lehr dem Gewerbegebiet „Am Stadtwald“, in dem das schon sehr gute Arbeitsplatzangebot nochmals erweitert werden solle. Die Entscheidung des erfolgreichen Unternehmers Hubert Schug nannte er "überraschend, aber überaus positiv".

Voraussetzungen für all diese Anstrengungen, Veränderungen und Fortentwicklungen sei gewesen, dass „die Finanzen gepasst haben“. Er wollte sich nicht mit fremden Federn schmücken, erklärte der Bürgermeister und betonte, „dass ich zu Beginn meiner Amtszeit auf einen soliden Grundstock meines Vorgängers Altbürgermeister Robert Dotzauer aufbauen konnte“. Die Kernaussage seiner finanzpolitischen Betrachtungen zu den vergangenen elf Jahren lautete: Investitionen von 30 Millionen und Schuldenabbau von 2,2 Millionen auf 325 000 Euro bei gleichzeitigem Aufbau der Rücklagen.

„Wir sind keine Partei, die es nötig hat, mit Fangopackungen zu hantieren, was bedeutet, wir brauchen nicht mit dem sprichwörtlichen Schlamm werfen. Wir können vielmehr mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken und zuversichtlich in die kommenden zwölf Monate gehen“, gab er seinen Genossen für den bevorstehenden Kommunalwahlkampf mit auf den Weg. Überzeugt zeigte sich Lehr, dass sein Nachfolgekandidat Thomas Ott die Gewähr gebe, dass der eingeschlagene „Kurs mit der überaus positiven Stadtentwicklung nahtlos fortgesetzt wird“.

Als „enorm“ bezeichnete der Floßer Bürgermeister Günter Stich, Sprecher der Kreistagsfraktion, den Rückblick Lehrs und versicherte: „Es war eindrucksvoll, was ich miterleben durfte.“ Er wünschte sich weiterhin ein SPD-dominiertes Vierstädtedreieck und hielt das an diesem Tag kreierte Ziel „Mit Vernunft und Augenmaß“ für richtig.

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