08.07.2020 - 12:38 Uhr
EschenbachOberpfalz

Vereine der Kitt einer lebendigen Gemeinschaft

Neues wagen heißt es bei einem "Runden Tisch" im Rathaus. Im Blickfeld stehen die Vereinswelt, das Naturfreibad Rußweiher und ein "coronargerechtes" Veranstaltungsprogramm für die nächsten Wochen.

Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies, Bürgermeister Marcus Gradl und der städtische Kulturbeauftragte Michael König (von rechts) sind sich einig, das gesellschaftliche und kulturelle Leben in der Stadt Eschenbach mit Unterstützung der Vereinswelt neu zu beleben,
von Robert DotzauerProfil

Sie wählten den prägnanten Slogan „Ich für Dich“. Mit dieser Feststellung wiesen Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies und sein Stellvertreter Michael König bei einer Begegnung mit Bürgermeister Marcus Gradl auf die große Bedeutung der Vereinswelt hin. Auf Einladung des Bürgermeisters diskutierte die Spitze des Stadtverbandes mit dem Rathauschef über Veranstaltungsmöglichkeiten trotz Corona. Gleichzeitig stellte der Bürgermeister offiziell Michael König als neuen Kulturbeauftragten des Stadtrates vor. Im Gegenzug begrüßten die Vertreter des Stadtverbandes Marcus Gradl als neues „geborenes“ Vorstandsmitglied der Dachorganisation der Eschenbacher Vereinswelt. Für den Bürgermeister eine besondere Verpflichtung, wie er sagte.

Daraus folgernd brach der Bürgermeister eine Lanze für das Eschenbacher Vereinsleben. „Eine lebendige Gemeinschaft schenkt Geborgenheit und Vertrauen“, stellte Marcus Gradl fest und Michael König versicherte: „Viele Eschenbacher sind bereit für gute Taten.“ Leider bremse die Corona-Krise dieses Engagement, bedauerte der neue Kulturbeauftragte. Die Gesprächsrunde zwischen Bürgermeister, Kulturbeauftragten und dem Vertreter des Stadtverbandes diente besonders dazu, dem Corona bedingten Stillstand in den Vereinen zu begegnen und die „stillen Stars“ der Vereinswelt zu ermutigen, mit Kreativität und neuer Dynamik die Bremswirkungen der Coronakrise zu überwinden.

Vergnügen wichtig

Die Gesprächsrunde war sich einig: „Ohne die Vereine und den Einsatz der ehrenamtlich Tätigen kann die Stadt die Türen schließen.“ Nur Hilfsbereitschaft und Freiwilligkeit gewährleiste, dass sich in einer Gemeinde eine Kultur der sozialen Verantwortung, des menschlichen Umgangs und der Lebensfreude entwickle, betonte der Bürgermeister. Gradl versicherte, dieses eigenverantwortliche Handeln in der Gemeinschaft nach Kräften zu unterstützen.

Mit Blick auf kommende Veranstaltungen zitierte Stadtverbandsvorsitzender Dieter Kies den deutschen Dichterfürsten Goethe: „Das Vergnügen ist so wichtig als die Arbeit“. Auf Vergnügen ausgerichtet sind deshalb einige Veranstaltungen, die unter "Corona-Bedingungen“ stattfinden sollen. Besonders gegen den unerfreulichen Stilstand im Rußweiher-Freibad wollen die Verantwortlichen angehen. Deshalb soll schon am Freitag, 17. Juli, im Freibadbereich Festivalstimmung herrschen. Zu einer öffentlichen Probe hat sich für den Abend auf der Seebühne die Gruppe „Samba Secco“ aus Neustadt am Kulm angesagt. Die Band wird musikalisch von Reinhard Scharf geleitet.

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Zu den bereits fest vereinbarten Veranstaltungen gehört am Sonntag, 19. Juli, der Auftritt von Zauberer Marius, ebenfalls auf der Seebühne. „Eine willkommene Abwechslung für die Badegäste“, bemerkte Michael König. Als Service für Camper, Wanderer und Radfahrer organisiert der Kulturbeauftragte bis zu einer dauerhaften Neubesetzung auch Tagesverpachtungen in der Servicestation „Hexenhäusl“. Fest vereinbart ist bereits für Samstag, 18. Juli, ein Pizzaabend. Am 18. und 19. Juli werden zudem Kaffee und Kuchen angeboten. Nach der ersten gelungenen Bewährungsprobe findet im Stadtbad am Sonntag, 26. Juli, ein musikalischer Frühschoppen der Stadtkapelle statt. Dabei handelt es sich erneut um eine öffentliche Musikprobe.

Programm lockt Besucher an

Auch die Line-Dance-Welt kommt zum Rußweiher. Geplant sind Tanzproben der Eschenbacher "Flying Boots". Bürgermeister Gradl lobte das Programm als Gewinn für alle und als Magnet für den Rußweiher. „Ein bisschen Urlaubsflair in unserem schönen Naturfreibad tut erst recht in Zeiten der Coronakrise gut“, urteilte der Rathauschef. Der Bürgermeister sprach sich zudem für einen Wlan-Anschluss des Freibades aus. „Im Köcher“ hat Kulturbeauftragter König einen weiteren Veranstaltungs-Höhepunkt. Für Donnerstag, 10. September, konnte König Stephan Zinner verpflichten. Der Trostberger ist Spezialist für bayerisches Kabarett mit viel Musik und glänzte schon als Söder-Imitator auf dem Nockherberg. Als Veranstaltungsort hat sich der Kulturbeauftragte den Innenhof der Markus-Gottwalt-Schule ausgesucht.

Im Rußweiher-Freibad soll auch wieder die Kultur ihren Platz finden.
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