(rn) Die Gemeinschaftsversammlung der VG tagte im Sitzungssaal des Rathauses. Unter Vorsitz des Gemeinschaftsvorsitzenden Peter Lehr beschlossen die Bürgermeister und die gewählten Vertreter der drei Kommunalparlamente Haushaltssatzung 2018, Finanzplan und Investitionsprogramm 2017 bis 2021 sowie den Stellenplan. Kämmerer Karl Stopfer stellte das 90-seitige Zahlenwerk vor und befasste sich insbesondere mit den Eckdaten des Haushalts, dessen Gesamtvolumen mit 1,32 Millionen Euro nahezu ein Prozent über dem des Vorjahres liegt. Er sprach von einem ungedeckten Bedarf von 818 268 Euro, der durch die Umlage von den Mitgliedsgemeinden zu decken ist.
Als maßgeblich für die Bemessung der Umlage nannte Stopfer die Einwohnerzahl zum Stichtag 30. Juni 2017: Eschenbach 3978, Neustadt am Kulm 1119, Speinshart 1102. Daraus folgerte er, dass der Umlagebetrag zu 64,17 Prozent von Eschenbach, zu 18,05 Prozent von Neustadt am Kulm und zu 17,78 Prozent von Speinshart zu übernehmen sei.
Der Kämmerer ergänzte seine Haushaltszahlen mit Informationen über die Entwicklung von VG- und Pro-Kopf-Umlage. In den Jahren von 2009 bis 2014 blieb die VG-Umlage knapp unter oder knapp über 700 000 Euro. Von 724 048 Euro im Jahr 2015 stieg sie auf 771 750 Euro im Jahr 2017 an. Die jetzige Steigerung um weitere 46 518 Euro begründete er mit tariflichen Änderungen und Investitionen.
Kauf und Ersatzbeschaffung von Hard- und Software sowie Büroausstattung werden sich mit 35 000 Euro im Haushalt niederschlagen. Dies und den Rückgang der Einwohnerzahl von 6248 auf 6199 sah Stopfer als Grund dafür an, dass sich die Pro-Kopf-Umlage von 125 auf 132 Euro erhöht. Im Jahr 2010 lag sie noch bei 105 Euro.
Den Verwaltungshaushalt 2018 setzte die Gemeinschaftsversammlung in Einnahmen und Ausgaben auf jeweils 1,25 Millionen Euro fest. Der Vermögenshaushalt (Entnahme aus Rücklagen) umfasst 70 000 Euro. Allein 918 210 Euro des Verwaltungshaushalts entfallen auf Personalkosten. "Sie sind ausreichend kalkuliert", versicherte der Kämmerer. Es seien "keine Ausreißer" zu erwarten. In seinen Ausführungen zum Finanzplan bis 2021 kündigte er an, dass sich die VG-Umlage steigern werde, unter anderem wegen der "Auswirkung von EU-Vorgaben".
Wolfgang Haberberger, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, hatte keine Anmerkungen zur Rechnungsprüfung 2016. Stopfer stellte den Abschluss der Jahresrechnung vor, die einen Überschuss von 82 998 Euro ausweist.
Fritz Betzl und Peter Nasser gehören nicht mehr dem Eschenbacher Stadtrat an, von dem sie als Mitglieder des Rechnungsprüfungsausschusses benannt worden waren. Nach Rücksprache mit den Stadtratsfraktionen bestellte die Gemeinschaftsversammlung Klaus Lehl und Udo Müller zu ihren Nachfolgern im Ausschuss.
Eschenbach
16.07.2018 - 16:41 Uhr
VG-Umlage steigt und steigt
von Walther Hermann
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