Den Planungsauftrag zur Ausgestaltung des Lärmschutzwalls mit Umgriff hatte der Stadtrat den Landschaftsarchitekten Neidl und Neidl aus Sulzbach-Rosenberg übergeben. Nun stellte Wolfgang Neidl dem Gremium seinen Entwurf dafür zur Vorberatung vor. Endgültig wird darüber der neue Stadtrat zu befinden haben.
Der Planer zeigte sich überzeugt, dass auf der nutzbaren rund 2800 Quadratmeter großen Grünfläche „etwas Gutes“ entstehen werde, das zugleich einen naturschutzrechtlichen Ausgleich für das neue Baugebiet darstelle. Er kündigte an, sich bei der Planung „gestalterisch auszutoben“. Ein positiver Eindruck davonmachte sich bei den Kommunalpolitikern bereits breit, als ihnen der Architekt ein Bild der Gesamtplanung vorstellte.
Zwischen dem Friedhofsweg und dem Wall sieht sein Entwurf einen Wasserstreifen vor, der das Oberflächen- und Regenwasser aufnehmen soll. In die südlich des Walls angelegte Grünfläche könnten nach Vorschlägen des Planers ein Weg mit Kletter- und Balancierhilfen, eine in den Hang integrierte Rutsche, Spielgeräte für Kleinkinder und eine Pergola mit Bank eingebaut werden. Neidl empfahl auch ein „Herangehen an eine übergroße Schaukel“.
Hielt er unter den Spielgeräten aufgeschüttete Holzschnitzel für sinnvoll, so schlug er vor, die Wege mit Pflaster aus Muschelkalk zu versehen. Sein Plan enthielt zudem einen schmalen Verbindungsweg, beginnend an der Siedlungsstraße entlang der Friedhofmauer zum Friedhofsweg. Da Gehölzpflanzen eine Forderung des Naturschutzes sind, regte der Landschaftsarchitekt an, neben den Wegen Bäume zu pflanzen, deren Blüten und Herbstfärbung „Farbtupfer setzen“. Vorstellen kann er sich ebenfalls einen kleinen Blühwiesenbereich.
Mit Bäumen umgeben will Neidl auch das geforderte Regenrückhaltebecken im Nordosten des Baugebietes. Zustimmung erhielt er für seinen Vorschlag, den zur Zeit frei stehenden Abfallcontainer in die Gestaltung des Walls einzubeziehen. In einer vorläufigen, gewagten Kalkulation bezifferte er die Kosten für Rückhaltebecken, Lärmschutzwall und Anlage von Naherholungs-/Spielbereich mit 250 000 Euro.
Jugendbeauftragte Karolina Forster regte an, in die Vorauswahl von Spielgeräten Kinder einzubeziehen. Sie verwies auf die bisherige erfolgreiche Praxis bei kommunalen Spielplätzen. Während Karl Lorenz sich für eine kleine Kletterwand aussprach, hielt Marcus Gradl über der Rutsche ein Sonnensegel für sinnvoll. Das Stichwort „übergroße Schaukel“ kommentierte Dr. Sabine Schultes mit den Worten: „Endlich ‘mal eine normale Schaukel.“
„Der als Naherholungsbereich angedachte Teil des Bebauungsplan-Gebietes kann erst nach Ende der Tiefbauarbeiten umgestaltet werden, also voraussichtlich ab Herbst 2020“, sagte Bürgermeister Peter Lehr. Als realistische Bauzeit nannte Landschaftsarchitekt Wolfgang Neidl zwei bis drei Monate. Das Gremium war sich einig, in diesem und im nächsten Monat Ideen für Spielgeräte zu sammeln.













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