24 Stunden später ist Marcus Gradl immer noch überwältigt: "Ich werde bestimmt noch Zeit brauchen, bis ich den Erfolg tatsächlich realisiert habe." Das Ergebnis hat ihn ermutigt: "Das Wählervotum versetzt Berge. Das spornt mich an, meine ganze Kraft dem neuen Amt und den Bürgern zu schenken."
Nach dem Erfolg hat er Hunderte von Glückwünschen von Familie, Kollegen, aus dem Freundes- und dem Bekanntenkreis erhalten. Gerade das Familienleben wurde im anstrengenden Wahlkampf ganz schön strapaziert. Auch die Parteikollegen freuten sich für Gradl: Zu den ersten Gratulanten gehörten Landrat Andreas Meier, die Landtagsabgeordneten Tobias Reiß und Stephan Oetzinger sowie Altbürgermeister Robert Dotzauer.
Gradl wird die Polizeiuniform nun erst einmal an den Nagel hängen. Die neue Herausforderung als Bürgermeister entschädigt ihn dafür, auch wenn er seine Kollegen in Sulzbach-Rosenberg vermissen wird. Zur Vorbereitung auf das Amt wird er einen Lehrgang der Hanns-Seidel-Stiftung besuchen. Mit den Bürgermeistern Peter Lehr, Karl Lorenz und Klaus Lehl pflege er guten Kontakt und tausche sich mit ihnen regelmäßig aus. Mit den anderen zukünftigen Bürgermeistern in der Region möchte Gradl ein Netzwerk aufbauen, um die gesamte Region voranzubringen.
Nach seiner offiziellen Ernennung zum Bürgermeister am 1. Mai will Gradl zunächst die Angestellten der Verwaltungsgemeinschaft Eschenbach und die verschiedenen Einrichtungen kennenlernen. Er wolle wissen, was diese von ihrem künftigen Chef erwarten. Außerdem will er Beziehungen zu Vereinen und Unternehmen aufbauen und pflegen. Sein ehemaliger Chef habe einmal zu Gradl gesagt: "Behandle dein Gegenüber immer so, wie du selbst behandelt werden möchtest." Das nimmt sich Gradl zu Herzen.
Langfristig will er Baugebiete und Wohnraum schaffen. Für den Rußweiher soll ein Konzept entwickelt werden. Bürger und Wirtschaft sollen einen "direkten Draht" zum Rathaus haben. Gradl wolle außerdem den Stadtrat wieder zu einer Einheit formen. Gute Ideen sollen unabhängig vom Parteibuch entwickelt werden. Der Wahlkampf sei laut ihm fair verlaufen und bilde eine gute Basis, ein starkes Team zu formen.











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