Eschenbach
01.10.2019 - 11:47 Uhr

Wasserversorgung erhält dritte Hauptleitung

Mit dem Bau einer dritten Hauptleitung soll die Wasserversorgung von Eschenbach sichergestellt werden. Der Stadtrat vergibt in seiner Sitzung den Planungsauftrag dafür.

Mit dem Thema "Sicherheit in der Wasserversorgung" hatte sich das Gremium in der Vergangenheit bereits eingehend beschäftigt. Im Gespräch war dabei insbesondere der Bau einer dritten Hauptleitung zwischen Freibad und SCE-Heim. Ein vorbereitender Planungsauftrag dafür war dem Ingenieurbüro Oberndorfer erteilt worden.

In der jüngsten Sitzung des Stadtrats bezog sich Bürgermeister Peter Lehr auf die „relativ alten Leitungen“ der örtlichen Wasserversorgung und befürchtete Probleme, falls eine der beiden Hauptleitungen ausfallen sollte. Vor allem wegen der Bedürfnisse des neuen Gewerbegebiets war ihm an einer „erhöhten Sicherheit“ gelegen.

Hannes Oberndorfer befasste sich in seinen Ausführungen mit der Gesamtsituation der städtischen Wasserversorgung, die zwar in den 1970er Jahren sowie 1996/1997 durch Zusatzarbeiten eine Verbesserung erfahren hat. In den vergangenen zwei Jahrzehnten seien jedoch nur „kleinere Arbeiten“ vorgenommen worden. Der Planer informierte über den Verlauf der beiden Hauptleitungen und bekräftigte die Ausführungen des Bürgermeisters zum Wasserleitungsbau im Bereich Sommerleitenweg-West.

Im Detail beschrieb Oberndorfer die Situation der Ver- und Entsorgungsleitungen zwischen TÜV und Freibadgebäuden, deren Lage es beim Bau der dritten Hauptleitung ab der Zufahrt Hotzaberg zu berücksichtigen gelte. Dabei verheimlichte er nicht, dass die Wasserleitung zwischen den Gebäuden der Wasserwacht und des Freibades „bereits mehrere Brüche“ hatte. Ihr Ersatz sei ohnehin erforderlich, betonte der Planer und beschrieb den Verlauf der künftigen Leitung ab der Zufahrt Hotzaberg über die B 470, den Fußweg vor den Badgebäuden und den Sommerleitenweg bis zur Ostseite des Sportheimes.

Den Bau einer leistungsstarken Leitung gegründete er unter anderem mit dem erhöhten Wasserbedarf, auch beim Brandschutz, im Gewerbegebiet "Am Stadtwald" und im „möglichen Baugebiet westlich Rosenweg und Sonnenstraße“. Er ging von einem „nicht allzu langen Zeitbedarf“ für die Arbeiten aus und nannte vier bis fünf Wochen im Umfeld des Freibades sowie zwei bis drei Wochen entlang des Sommerleitenweges, und zwar vor Beginn der Badesaison.

Karl Lorenz hielt es in der Diskussion für sinnvoll, bei den Arbeiten die vor längerer Zeit angedachte Renaturierung des Eschenbaches zu berücksichtigen. Als Marcus Gradl vorschlug, für „eventuelle künftige Maßnahmen“ ein Leerrohr im Bereich des Freibades einzulegen, erwiderte Oberndorfer: „Glasfaser liegt bereits.“ Die gleiche Antwort erhielt Michael König auf seine Anregung, den Bau einer Wasserleitung vom SCE-Heim zum Rosenweg in das Vorhaben einzubeziehen. Keine Zustimmung fand Reinhard Wiesent mit seinem Vorschlag, die neue Hauptleitung durch das Freibad zu führen.

Für vorteilhaft hielt es der Bürgermeister, im Zuge der Bauarbeiten für die Wasserversorgung eine Wohnmobilver- und -entsorgungsstation beim SCE-Heim - ein Kanalanschluss ist bereits vorhanden - sowie Stellplätze für den Generationenpark anzulegen. Das Gremium kam überein, die drei Wohnmobilfahrer aus ihrem Kreis zu einem Konzept dafür zu befragen.

Der Stadtrat erteilte dem Ingenieurbüro Oberndorfer schließlich den Auftrag für die weitere Planung für den Wasserleitungsbau Sommerleitenweg-West, verbunden mit der Planung der Vorhaben „Wohnmobilver- und entsorgungsstation“ sowie „Stellplätze Generationenpark“ in Kooperation mit den Stadträten Hans Bscherer, Matthias Haberberger und Karl Lorenz.

 
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