04.11.2019 - 11:50 Uhr
EschenbachOberpfalz

Die wichtigste "Waffe" ist die Stimme

Von wegen während der Herbstferien nur auf der faulen Haut liegen und mit dem Smartphone spielen: Stattdessen lassen sich 28 Kinder bei einem Selbstverteidigungskurs aufklären, wie man Gefahren rechtzeitig erkennt oder ganz vermeidet.

Selbstverteidigung verleiht Selbstbewusstsein. Im CSU-Ferienprogramm gibt es bei einem Selbstverteidigungskurs für Kinder im Rohrersaal Tipps, wie sich die Mädchen und Buben im Ernstfall wehren können. Auch Befreiungstechniken bei körperlicher Gewalt vermitteln die Trainer Marcus Gradl und Christian Dietz (rechts).
von Robert DotzauerProfil

Welche Techniken zur Selbstverteidigung sind am wirkungsvollsten, vor allem gegen einen körperlich überlegenen Angreifer? Antworten gaben den Buben und Mädchen im CSU-Herbstferienprogramm im Rohrersaal die Trainer Marcus Gradl und Christian Dietz.

Sich im Notfall selbst verteidigen zu können, gibt einem ein sicheres Gefühl. Auch Kinder könnten lernen, wie sie sich in gefährlichen Situationen verhalten sollten, erläuterte Gradl. Trotzdem gehe es nicht nur darum, ihnen spezielle Techniken beizubringen, sondern auch darum, ihnen durch das Training ein gesundes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl zu vermitteln. Schwerpunkt in der Altersgruppe der bis zu Zehnjährigen sei die Selbstbehauptung, betonte der Trainer.

Während des dreistündigen Schnupperkurses ging es an Eingemachte. Die beiden Ausbilder zeigten, beobachtet von einigen Eltern, Omas und Opas, Grundlagen einer wirkungsvollen Selbstverteidigung auf. Geübt wurden neben einem festen Stand gegen Schläge und Tritte die Gefahrenerkennung, Befreiungstechniken und sicheres Auftreten. „Wer ängstlich und schüchtern wirkt, wird eher Opfer als jemand, der Selbstbewusstsein demonstriert“, hieß es. In spielerischer Form zeigten die Übungsleiter den Kindern, wie viel Spaß es machen kann, seinen Körper zu trainieren, schnelle Reaktionen zu demonstrieren und überlegt zu handeln.

Mit Feuereifer zeigten die kleinen Sportler ihr Temperament auch an den Schlagpolstern auf und bewiesen nach der Einführung von Abwehrtechniken ihr Geschick, sich aus bedrohlichen Handgriffen zu befreien. Thema des Schnellkurses waren zudem Hinweise, in Gefahrenmomenten Hilfe zu holen und die eigene Stimme als Verteidigungsinstrument einzusetzen. „Kopf hoch und laut schreien“, lautete deshalb ein Vorschlag.

Bei der Abschlussübung in Form eines Trainingsparcours' setzten die Mädchen und Buben das Erlernte bereits mit gutem Erfolg um. Auch die Eltern und Großeltern wurden eingebunden und bewährten sich als widerstandsfähige Schlagpolster-Halter. Dazu vermittelten die Übungsleiter das „Schlagwort“, niemals aufzugeben und an sich zu glauben.

Bei der Aushändigung personalisierter Urkunden gab es nur strahlende Gesichter. Der Kurs begeisterte Jung und Alt. Die Getränke spendierte Ingo Paul vom Motorradclub Lobo MC Amberg-Sulzbach.

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