Es gehört zum alljährlichen kommunalen Prozedere: Der Bauhof ermittelt den Unterhaltsbedarf an städtischen Verkehrswegen. Während der Wintermonate „nagen“ Frost und Eis stets an der Asphaltschicht der Straßen. Bürgermeister Marcus Gradl ist daran gelegen, sie „so lange wie möglich zu erhalten“, ohne aufwändige Baumaßnahmen. „Wenn wir diese Unterhaltsmaßnahmen nicht regelmäßig durchführen, entstehen aus Rissen Schlaglöcher und Ausbrüche, deren Beseitigung erhebliche Kosten verursacht“, gibt Bauhofleiter Norbert Braun zu bedenken. Als Vergleich dazu nennt er die regelmäßige Zahnvorsorge. In dieser Woche war die Schwandorfer Firma Luley damit beschäftigt, Fahrbahnrisse zu versiegeln.
In drei Schritten
Dazu gehören drei Arbeitsgänge. In einem ersten Takt sorgt ein Heißluftbläser dafür, dass der Riss sauber und trocken ist. Im Anschluss dran wird umgehend flüssiges Bitumen eingebracht. In einem letzten Arbeitsgang bringt ein Mitarbeiter Porensand als Deckschicht auf. In diesem Jahr rechnet Helmut Schuster damit, dass während dem dreitägigen Arbeitseinsatz der Firma Rulei insgesamt 10 500 Meter Straßenrisse versiegelt werden. Er beobachtet zugleich die Vermessung der behandelten Risse.
Die Zeitdauer der Arbeiten richtet sich den Erkenntnissen des Bauhofvorarbeiters nach der Größenordnung der Straßenschäden. Er erinnert an den Arbeitseinsatz 2020, der sich einschließlich der Straßen des Gemeindeteils Netzaberg über eineinhalb Wochen hinzog.
Unterhalt teuer
Ein Blick in den Haushalt der Stadt zeigt, dass die Kommune für den Unterhalt der Gemeindestraßen erhebliche Mittel aufbringt. Waren für 2019 insgesamt 100 000 Euro angesetzt, wurden für 2020 für „Unterhalt des sonstigen unbeweglichen Vermögens – Straßen, Wege, Plätze u. ä. inclusive Obersee/Sinkkästen, Industriestraße“ gar 200 000 Euro bereitgestellt. Der Haushalt 2021 ist noch nicht verabschiedet.















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.