Eschenfelden bei Hirschbach
29.09.2026 - 11:11 Uhr
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Eschenfeldner Kirwa 2026: Fünf Tage, an denen das Schneckenland Kopf stand

Die Kirwa in Eschenfelden sorgte Ende September für fünf Tage voller Feierlichkeiten, Musik und Tanz. Höhepunkte waren das traditionelle Austanzen des Kirwabaums und die Kürung der neuen Oberkirwapaare.

Es war wieder so weit: Ende September stand ganz Eschenfelden Kopf. Fünf Tage wurde gefeiert, musiziert, getanzt und kräftig angestoßen. Und auch Petrus meinte es gut mit den Kirwafreunden. Pünktlich zur Kirwa kehrte der Altweibersommer zurück. Strahlender Sonnenschein und spätsommerliche Temperaturen begleiteten die Festtage.

Den Auftakt machte am Donnerstagabend das traditionelle Kirwaausgraben. Im Gasthaus „Goldene Krone“ in Kirchenreinbach trafen sich die Kirwaleit, um gemeinsam in die fünfte Jahreszeit zu starten. Markus Brand sorgte dabei musikalisch für die Einstimmung. Viel brauchte es nicht, um die Vorfreude auf die kommenden Tage zu entfachen – schließlich war klar: Jetzt ist Kirwa!

Am Freitagabend wurde es dann rockig im Festzelt. „Ripped“ eröffnete den Rockabend und brachte die ersten Kirwagäste in Stimmung. Ab 22 Uhr übernahmen „The Oerpels“ die Bühne und sorgten mit ihrem Rocksound dafür, dass im Zelt ordentlich Bewegung aufkam. Mit dabei hatten die Musiker auch ihr tierisches Markenzeichen: Ihre Ente zog kurzerhand mit ins Festzelt ein. Zwischen Rockmusik und ausgelassener Stimmung wurde bis spät in die Nacht gefeiert.

Baum steht

Am Samstag richteten sich dann alle Augen auf den Kirwabaum. Der prächtige Baum, den Andreas Kranl aus Pruppach für die Kirwa spendete, wartete darauf, seinen Platz am Festgelände einzunehmen. Unter der Leitung von Marco Brunner aus Etzelwang gingen die Kirwaleit ans Werk. Mit vereinten Kräften wurde der Baum aufgestellt. Zahlreiche Zuschauer verfolgten das Geschehen und spendeten Applaus, als der Kirwabaum schließlich sicher in die Höhe ragte und damit weithin sichtbar verkündete: In Eschenfelden ist Kirwa!

Am Abend füllte sich das Festzelt erneut. Beim Weinabend mit Aperol-Bar ließen es sich die Kirwafreunde gut gehen. „Saggradi“ lieferte dazu den passenden Sound.

Der Kirwasonntag begann traditionell mit dem Gottesdienst. Anschließend ging es zum Mittagstisch ins Festzelt. Am Nachmittag standen dann nicht nur die Kirwafreunde, sondern auch die Fußballer des SC Eschenfelden im Mittelpunkt.

Beim Kirwaheimspiel gegen die zweite Mannschaft des TSV Kümmersbruck entwickelte sich ein hart umkämpftes Duell. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und kämpften bis zum Schlusspfiff. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 1:1 auf der Anzeigetafel.

Doch der eigentliche Höhepunkt des Sonntags rückte näher. Am Nachmittag machten sich die Kirwaboum auf den Weg, um ihre Moila im Dorf zu finden. Nach erfolgreicher Suche ging es gemeinsam zurück zum Festgelände. Dort warteten bereits zahlreiche Besucher gespannt auf das traditionelle Austanzen des Kirwabaums.

Das neues Oberkirwapaar

Rund um den geschmückten Baum versammelten sich Jung und Alt. Die 16 Kirwapaare zeigten, was sie in den vergangenen Monaten eingeübt hatten. Zu Zwiefacher, Walzer und Dreher drehten sich die Paare um den Kirwabaum, während die Zuschauer das Geschehen begleiteten.

Rund 30 Minuten wurde getanzt, ehe der entscheidende Moment gekommen war. Der Wecker schlug – und damit stand das neue Oberkirwapaar im Schneckenland fest: Luca Wurzer aus Achtel und Linda Wild aus Gaisheim durften sich über den Titel freuen. Unter großem Jubel wurden die beiden von ihren Kirwakollegen und den Besuchern gefeiert. Für das frisch gekürte Oberkirwapaar und die übrigen Kirwapaare war damit aber noch lange nicht Schluss. Im Festzelt wurde anschließend weitergetanzt und gefeiert.

Der Montag begann gemütlich. Beim Weißwurstfrühschoppen trafen sich die ersten Frühaufsteher bereits am Vormittag im Festzelt. Musikalisch begleitet von Marco und Heike wurde gemeinsam in den letzten Kirwatag gestartet. Nach den langen Nächten war dabei für so manchen Besucher ein kräftiger Kaffee vermutlich ebenso willkommen wie die Weißwürste.

Am späten Nachmittag gehörte der Kirwabaum schließlich den Jüngsten. Die Kindergartenkinder zeigten beim traditionellen Baumaustanzen, dass der Kirwanachwuchs mit dem Brauchtum vertraut ist. Mit viel Begeisterung drehten sie ihre Runden und wurden dafür von den Zuschauern mit Applaus belohnt.

Die Kirwaleit von morgen

Auch bei den kleinen Kirwafreunden wurde ein Oberkirwapaar gekürt. Korbinian Pirner aus Fichtenhof und Mara Flierl aus Unterklausen durften sich über diesen Titel freuen. Stolz präsentierten sich die beiden und machten damit deutlich, dass die Kirwatradition auch bei der nächsten Generation bestens aufgehoben ist.

Zum letzten Höhepunkt der Kirwa 2026 wurde am Montagabend noch einmal das Festzelt voll. Bei der Noukirwa sorgte Power-Hoch-5 mit ihrem „jungen Schwung aus der Oberpfalz“ für ordentlich Stimmung. Noch einmal wurde getanzt, gelacht und gemeinsam gefeiert, bevor die Kirwa langsam auf ihre Zielgerade einbog.

Dann wurde es spannend: Die Baumverlosung stand an. Zahlreiche Kirwafreunde hofften darauf, das Kirwawahrzeichen mit nach Hause nehmen zu dürfen. Das Losglück fiel schließlich auf Andrea Strobel aus Riglashof. Doch anstatt den Baum einfach einzupacken, stellte sie das Kirwawahrzeichen für eine Brotzeit zur Verfügung. Damit war die Geschichte des Kirwabaums für diesen Abend noch nicht zu Ende.

Bei der anschließenden Versteigerung wurde noch einmal kräftig mitgeboten. Am Ende durfte Kirwabou Sebastian Plumb jubeln. Er setzte sich bei der Versteigerung durch und wurde damit zum neuen Besitzer des Eschenfeldner Kirwawahrzeichens.

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