11.09.2018 - 08:15 Uhr
EslarnOberpfalz

Alte Spiele neu entdecken

Die Turnabteilung des TSV gibt beim Kinderferienprogramm reichliche Einblicke in die sportliche Kinderzeit der Groß- und Urgroßeltern. Den Nachwuchs freut das.

Bereits die Urgroßeltern haben in ihrer Kinderzeit "Fangerles" gespielt.
von Karl ZieglerProfil

In der Schulsporthalle tummelten sich über 40 Kinder im Alter zwischen 4 und 13 Jahren. Die versierten Damen der TSV-Turnabteilung, die sich wöchentlich einige Stunden um die sportliche Betätigung vieler Kinder sorgen, füllten den knapp vierstündigen Spieletag mit tollen Ideen. Damit sich bei den Spielen alle aktiv beteiligen konnten und zudem die beste Betreuung garantiert war, hatten sich die Abteilungsleiterinnen Monika Meckl und Manuela Klug gemeinsam mit Sonja Spangler und Christa Würfl, sowie einigen rührigen Helferinnen bestens auf dem Ansturm vorbereitet.

Eines der ältesten Spiele ist das sogenannte "Schussern", mit dem sich bereits die Römer und Germanen beschäftigten. Aber auch beim "Fangerles", bei dem die kleineren und größeren Kinder jeweils einen Kreis bildeten und der jeweilige Fänger zum Gejagten wurde, wurden Erinnerungen an die Großeltern wach. Nach dem Aufwärmprogramm durfte die Kinderschar in mehreren Gruppen weitere Spiele neu entdecken. Alle Kinder, ob groß oder klein, waren von den Spielen begeistert und voller Eifer dabei. So auch beim Gummitwist, der in Bayern unter Gummihüpfen bekannt wurde und Geschicklichkeit und Körperbeherrschung erfordert.

Ein Reifen in Form eines Kunststoffrohres, vor dem Krieg war dieser aus Holz, stand beim Wendigkeitsspiel "Hula-Hoop" im Rampenlicht. Mächtig Spaß machte den Kindern zudem das Seilspringen und Dosenwerfen, sowie das Hüpfspiel, das überall auf der Welt gespielt wird. Die Mädchen und Jungs hüpften mit einem oder zwei Beinen in die aufgezeichneten Kästchen, übersprangen das Feld mit dem Wurfstein und und machten sich wieder auf dem Rückweg. Nicht zuletzt stammt das überlieferte "Fingerweben" auch aus vergangenen Zeiten und eine lange Tradition hat zudem das sogenannte Fuchsen, bei dem Münzen möglichst nah an eine Wand geworfen wurden. Der Gewinner durfte sich auf die Münzen der Mitspieler freuen.

Zur Halbzeit reservierten die Damen dem Nachwuchs Kuchen und Brezenstangen. Zum Ende des sportlichen Ferientages überraschten die Turnerfrauen jedes Kind mit einigen Murmeln. "Damit könnt ihr alle auch zu Hause das Schussern üben." Damit auch im neuen Schuljahr altersgerechtes Kinderturnen in gewohnter Quantität und Qualität angeboten werden kann, werden dringend Eltern gesucht, die als Helfer beim Kinderturnen mitmachen. Interessierte Eltern können sich direkt an die Turnerfrauen wenden oder bei den wöchentlichen Turnstunden einfach vorbeischauen und an einer Schnupperturnstunde teilnehmen.

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