In der Nordoberpfalz war im Januar ein US-Manöver mit Gefechtsübung geplant, wurde aber vorzeitig abgebrochen und die Soldaten mit ihren Fahrzeugen in ihre Standorte zurückverlegt. Vermutlich nutzten die Amerikaner die Frostperiode, um erneut ins Manöver "Allied Spirit" zu ziehen. Am späten Dienstagnachmittag "parkten" unterhalb der Kartoffelhalle fünf Mannschaftstransport-Panzer in einer Wiese. Das geformte Rundell konnte man mit früheren Wagenburgen der Siedler in Amerika bei Angriffen der Indianer vergleichen. Zumindestens sah das Ausrichtungen der Kanonen in alle Himmelsrichtungen so aus. Die Älteren dagegen erinnerten sich an den Ein- beziehungsweise Durchmarsch durch Eslarn in Richtung Osten.
Irgendwo weit in Richtung Osten, für das Auge unsichtbar, soll der angebliche fiktive Feind lauern. In dieser Annahme liegt auch die Begründung für den aktuellen Aufmarsch im östlichen Landkreis. Die zahlreichen amerikanischen Soldaten mit ihren Mannschaftstransportfahrzeugen zogen viele Schaulustigen an. Jeder wollte von dem ungewöhnlichen und nicht alltäglichen Szenario ein Bild mit dem Handy machen und es mit Freunden teilen. Während ein Trupp als Wache bei den Fahrzeugen zurück blieb und sich dem "Blitzlichtgewitter" der Neugierigen aussetzte, machte sich ein größerer Trupp aus rund 30 Amerikanern zu Fuß nach Eslarn auf dem Weg, um sich und den Wachtrupp im angesiedelten Lebensmitteldiscounter mit Proviant zu versorgen.













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