Da am Rathaus der Zoiglbrunnen den ehemaligen Traditionsstandort des Christbaums behauptet, wurde bereits im Vorjahr am Tillyplatz ein neuer Standort gefunden. Dort wurde eigenes für den Mai- und Christbaum eine Haltevorrichtung einbetoniert. Da sich kein Baumspender gemeldet hatte, stellte der langjährige Gemeindearbeiter Josef Füßl am Donnerstag eine mächtige Fichte aus seinem Garten kostenlos als Weihnachtsbaum zur Verfügung.
Der Baum war in den Jahren für die Familie Füßl zu mächtig geworden und sollte vor dem Verheizen noch wenigstens für einige Wochen einem guten Zweck erfüllen. Der angehende Rentner - Füßl geht am 1. Januar in den wohlverdienten Ruhestand - ließ es sich nicht nehmen, seine Fichte im Garten eigenhändig zu fällen. „Den Nadelbaum habe ich zwei Jahre nach dem Hausbau im Jahr 1993 selbst gepflanzt.“ Ohne Mühen kraxelte der hilfsbereite „Feierer Sepp“, wie Füßl im Volksmund örtlich wie überörtlich bekannt ist, auf den neun Meter hohen Baum, legte einen Riemen um den Stamm und ging mit der Motorsäge an die Arbeit. Als kräftige Handlanger begleiteten drei Gemeindearbeiter um Vorarbeiter Anton Hochwart die Fällaktion.
Damit der stramm gewachsene Baum mit seinen schönen Astreihen beim Umsägen nicht beschädigt wird und im Umfeld keinen Schaden anrichten konnte, unterstützte zudem Josef Kleber mit dem Teleskoplader der Energiebauern unentgeltlich die Aktion. Im Anschluss konnte die Fichte mit dem Lader ohne Probleme zum Tillyplatz transportiert werden, wo der Baum in die neu installierte Halterung gehievt wurde und den Platz direkt vor dem Denkmal schmückt.
Der Weihnachtsbaum begleitet pünktlich zum ersten Advent bis nach Heiligabend mit rund 150 Adventkerzen die vorweihnachtliche Zeit. Mit dem Umdekorieren des Zoiglbrunnens mit vier symbolischen Kerzen feierte die ruhige Zeit auch vor dem Rathaus ihren Einzug.













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