16.06.2021 - 13:48 Uhr
EslarnOberpfalz

Containerproblem nicht von Pappe

Die wilde Entsorgung von Schachteln rund um bereitgestellte Container beschäftigt die Behörde und Verbraucher. Viele Ansätze könnten die Lage verbessern.

Aufgrund des vollen Papiercontainers landen große Mengen an Kartonagen neben den Containern.
von Karl ZieglerProfil

In den vergangenen Tagen war eine Anlieferung von Kartonagen an den überfüllten Containern an der Kläranlage in Eslarn überhaupt nicht möglich, so dass das Thema öffentlich zur Diskussion stand. "Wohin mit den Kartons, daneben legen darf ich sie nicht und im Container ist kein Platz mehr", beschrieb eine Eslarnerin die Situation und nahm ihren Abfall genervt wieder mit nach Hause. Andere Verbraucher entsorgten die Schachteln neben den vollen Containern.

Mehr Bestellungen

Ein Grund für den hohen Anfall von Kartons dürfte sicherlich auch die Zunahme der Warenbestellungen aufgrund der Coronapandemie sein. Der Landkreis bemüht sich nicht nur in Eslarn an zwei Standorten mit bereitgestellten Containern gemeinsam mit privaten Entsorgungsbetrieben um eine tadellose Entsorgung. Nach Auskunft des stellvertretenden Pressesprechers Marcel Weidner ist das Landratsamt im Rahmen der kommunalen Abfallwirtschaft für die Altpapier- und Kartonagenentsorgung in haushaltsüblichen Mengen zuständig und stets um Aufklärung bemüht. Die Containerstandorte dagegen werden von den Gemeinden in Abstimmung mit der kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises ausgewiesen. Die Kosten für die Entsorgung von Papier, Pappe und Kartonagen, sowie Sperrmüll und Problemabfällen sind in den Restmüllgebühren enthalten.

Die Sammlung über die blauen Altpapiertonnen unterliegen dagegen nicht dem kommunalen System. In letzter Zeit häuften sich die Meldungen, dass Kartons einfach neben den Containern abgelegt wurden und die Container vor allem für Kartonagen öfters voll und Standorte dabei regelrecht vermüllt waren. Bei der Überprüfung stellten Mitarbeiter des Landkreises vor Ort zudem fest, dass Kartons neben den Containern lagerten, obwohl im Behälter noch genügend Platz gewesen war. "Manchmal ist es auch so, dass Kartons nur unzureichend zusammengefaltet in den Container geworfen werden, so dass diese wieder aufgehen und damit ein einziger größerer Karton schon mal gerne einen guten Teil des verfügbaren Volumens verbraucht", erläuterte Pressesprecher Weidner.

Beim Einwurf aufpassen

Das Landratsamt richtet deshalb an die Verbraucher den dringenden Appell, die Kartonagen zu zerkleinern und beim Einwurf ein wenig darauf zu achten, dass sich nichts verkeilt. "Bei chronisch überfüllten Containern ist das Landratsamt zudem darum bemüht, dafür Sorge zu tragen, dass diese öfter geleert oder im Rahmen der örtlichen Möglichkeiten zusätzliche Container bereitgestellt werden." Zuständig für die Abfuhr ist das beauftragte Entsorgungsunternehmen. Die Landkreisbürger können sich laut Marcel Weidner bei vollen Containern oder bei Ablagerungen neben den Containern auch an die Abfallwirtschaft des Landratsamtes wenden und die Meldung mit einem Foto dokumentieren.

In diesem Zusammenhang wurde auch die verbotene Entsorgung durch Verbraucher aus anderen Landkreisen angesprochen. Jeder Landkreis hat sein eigenes System und trägt auch die Kosten. Das Ablegen von Abfall neben den Containern und das Anliefern durch Bürger aus anderen Landkreisen verstößt gegen die Abfallwirtschaftssatzung des Landkreises und könnte mit einem Bußgeldverfahrens belegt werden. Dazu überprüfen Mitarbeiter des Landkreises in unbestimmten Abständen die Containerstandorte.

Eslarner Aussichtsplatz zugemüllt

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