Das kreative Beschäftigungsprogramm für Kinder und Jugendliche stammt von der neu gegründeten Katholischen Jugend Eslarn (KJE). Nach dem Motto „Kirche für Kinder“ sollen die Mädchen und Buben zu Hause beschäftigt und dabei die Eltern entlastet werden. Die Botschaft zum Mitmachen ging über das Onetz und die sozialen Netzwerke.
Jeder, egal ob Krippen-, Kindergarten-, Schul-, Kommunion- oder Firmkinder, wurde aufgefordert, sich an der Kordel-Knüpf-Aktion zu beteiligen. Die jüngere Generation fertigte in kurzweiliger Heimarbeit rund 80 Zentimeter lange Kordeln. Die einzelnen Schnüre legten die Eltern mit ihren Kindern in die Bänke der Pfarrkirche und unsichtbare Heinzelmännchen von der katholischen Jugend verschnürten die einzelnen Teile zu einer langen Kordel. Die einzelnen Malbilder, jedes ein Kunstwerk und ein Unikat, und viele Wünsche mit den Namen und einen Bild der jungen Gestalter pendelten an der Kordel und standen als Gemeinschafts-Symbol für eine in guten und schlechten Zeiten verbundene Kirche. Die meisten Kinder wünschen sich, dass das Coronavirus endlich verschwindet, keiner mehr krank wird und sie mit ihren Freunden endlich wieder spielen und vor allem auch Oma und Opa wieder besuchen dürfen. Lena wünscht sich eine Medizin und dass keiner mehr sterben muss. An den Kordeln hängen ausgeschnittene Herzen und Kleeblätter mit der Aufschrift Liebe, Glück, Gesundheit und Zufriedenheit.
Eine junge Dame ohne Namen, nur mit ihrem Bild, hat eine Weltkugel mit vielen Corona-Viren, eine Sonne und ein Kreuz gezeichnet und wünscht sich, dass die Menschen in der Welt zu Hause bleiben und wieder gesund werden. Ein Mädchen wünschte sich, bald wieder mit ihrem Pferd „Sophie“ ausreiten zu dürfen. Da sich die Kordel erst zur Hälfte durch den Mittelgang zieht und eigentlich von der ersten bis zur letzten Bank reichen sollte, erhofft sich die katholische Jugend weitere Kordelschnüre. Einfach in Heimarbeit eine Kordel knüpfen, auf das Mal- oder Wunschbild den Namen schreiben und in eine der vorderen Bänke legen. Pfarrer Erwin Bauer bewunderte in der Pfarrkirche die vielen kreativen Ideen auf den Bildern und Wünsche der Kinder. „Kinder sind nicht nur die Zukunft, sondern vor allem die Gegenwart von Kirche und Gesellschaft.“
Mit Pfarrvikar Bivin wird Pfarrer Erwin Bauer in der verwaisten Kirche weiter für die Mitglieder der Pfarrei im Gebet da sein. In dieser schwierigen Zeit ist oft Zuspruch wichtig und deshalb bleibt für Einzelbesuche die Kirche weiterhin für das persönliche Gebet geöffnet. Voraussichtlich ab 4. Mai sollen öffentliche Gottesdienste in Bayern wieder unter strengen Auflagen erlaubt werden.















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