Der scheidende Schriftführer Johann Kleber erinnerte die Gmeinsriether Jagdgenossen an die vergangene Jahreshauptversammlung und Kassier Markus Kleber an die Überweisung von 448,11 Euro von der Gemeinde an die Jagdgenossenschaft für den Wegebau. Die 19 Mitglieder stimmten in der Jagdversammlung in der Zoiglstub'n "Zum Strehern" einhellig für die Auszahlung des Jagdpachtschillings. "Der Abschussplan konnte erfüllt werden und dem Verkehr fielen fünf Rehe zum Opfer" berichtete Jagdpächter Hans Hanauer. Geschossen wurden zudem 11 Füchse, 2 Dachse und 29 Wildschweine. Die Wildschweine haben wieder einige Wiesen umgeackert. Jagdgenossenschaft und Grundbesitzer fanden eine Lösung.
Wegen der frühen Maisernte gab es dagegen in diesem bereich keine Schäden. "Derzeit sind drei Rotten mit 25 Sauen unterwegs", informierte Hanauer. Die Wildschweine gehen nur bei günstigem Wind aus ihren Deckungen, so dass sie den Menschen wittern und dann sofort wieder verschwinden. Einen Dank richtete Hans Hanauer an die Mitbegeher Markus Dirscherl und Mathias Breitschaft. Der Jagdpächter sprach von einer guten Zusammenarbeit mit den Jagdgenossen, Grundeigentümern und den Jägern. "Bitte gebt mir vor dem ersten Wiesenschnitt wieder Bescheid, damit ich den Rehnachwuchs rechtzeitig aus der Wiese entfernen kann", sagte der Jagdpächter.
Laut Forstamtsrat Rudi Stadler von den Bayerischen Staatsforsten ist aufgrund des Vegetationsgutachtens keine Erhöhung des Abschussplans erforderlich. Der Forstbeamte fürchtet, dass die Wildschweinpopulation noch zunehmen wird. "Aufgrund der extremen Trockenheit im Vorjahr suchten Schweine mit Vorliebe die Wiesen auf, um nach den begehrten Larven zu suchen." Dagegen sei der Wolf seit dem Vorjahr in unserer Gegend nicht mehr gesichtet worden und vermutlich wie der Luchs nur durchgezogen. Im Namen der Marktgemeinde dankte Bürgermeister Reiner Gäbl der Jagdgenossenschaft für die Zusammenarbeit. Die an die Gemeinde gemeldeten Manöverschäden werden weitergeleitet und von einem durch den Bayerischen Bauernverband beauftragten unabhängigen Schätzer begutachtet. Ob im Mai ein weiteres Manöver folgen wird, ist nicht sicher.
Jagdvorsteher Georg Hanauer dankte Schriftführer Kleber mit einem Geschenkkorb für 35 Jahre im Amt als Schriftführer. Kleber stellte sich für das Ehrenamt nicht mehr zur Verfügung. Förster Rudi Stadler und Bürgermeister Reiner Gäbl leiteten die Wahlen. Einstimmig im Ehrenamt bestätigt wurden nach 30 ununterbrochen tätigen Jahren wiederholt Vorsteher Georg Hanauer und Stellvertreter Hans Prem. Die Kasse als Beisitzer liegt weiterhin in den bewährten Händen von Markus Kleber und neu ins Gremium kam Schriftführer und Beisitzer Wolfgang Kleber. Die Kasse prüfen erneut Josef Bösl und Alois Kleber.
Das Marktoberhaupt äußerte sich auf Anfrage von Kassier Markus Kleber zum geplanten Ausbau der Passenriether Straße. Gäbl konnte keinen Zeitpunkt für den Baubeginn nennen. Der Straßenbau sei im Haushalt vorgesehen, und derzeit werden Fördermöglichkeiten gprüft. "Bereits die Planungskosten betragen 15 bis 18 Prozent, und nach der Ausschreibung muss erst eine Baufirma gefunden werden." Angesprochen wurden die seit 2018 aufgehobenen Straßenausbaubeiträge für Erneuerungen und Verbesserungen von Ortsstraßen. Derzeit zahlen nicht die Grundeigentümer, sondern der Freistaat Bayern an die Gemeinde die entstehenden Beitragsausfälle. "Da die Mittel bei weitem nicht reichen werden, werden die Kommunen die Leidtragenden sein." (gz)












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