26.06.2020 - 10:51 Uhr
EslarnOberpfalz

Eslarn: Frischlinge streifen durchs Gehege

Der Wildpark am Fuße des östlichen Stückberghangs liegt zwischen Eslarn und Schönsee in einem gepflegten Buchen-, Fichten- und Föhrenbestand. Die Anlage bietet seit 1971 Besuchern einen entspannten und erlebnisreichen Aufenthalt.

Die Frischlinge im Kurpark stehen vor allem bei den Kindern im Fokus.
von Karl ZieglerProfil

Das gemeinde- und landkreisübergreifende Naherholungsgebiet wird bei freiem Eintritt nicht nur wegen der Tiere, sondern auch wegen der direkt am Eingang installierten Waldspiellandschaft von zahlreichen Familien besucht. Mit dem Bayerischen Forstbetrieb Flossenbürg lädt der Markt unter dem Motto "Naturerlebnis entdecken, anfassen und mitmachen" zum Streifzug rund um das Gehege ein. Angekommen am Wildpark bieten Infotafeln im Pavillon reichlich Infos zur Tier- und Pflanzenwelt.

Nach wenigen Schritten erreicht man das Wildschweingehege, dass wegen der Schweinegrippe mit einem zusätzlichen Innenzaun verstärkt wurde. Die kleinen und größeren Gäste erfreuen sich derzeit an den umhertollenden Frischlingen, die mit der Bache und einem Keiler den Auslauf im breitangelegten Terrain genießen. Die noch kleinen gestreiften Wildschweine sind vorwiegend zum Spielen aufgelegt, vergnügen sich in der sicheren Nähe ihrer Mutter mit Machtkämpfen und Wühlen im Waldboden.

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Unmittelbar an das Terrain grenzt ein weiteres Gehege für Hirsche, Mufflons und Ziegen an. Derzeit hält sich das sichtbare Wild entlang des drei Hektar großen Wildparks in Grenzen. Lediglich eine Hirschkuh versteckte sich nach einem Bad in einem Tümpel ängstlich in einer Holzhütte und kontrollierte die Lage. Ansonsten war weit und breit kein Tier zu sehen.

Der Rundgang um den Wildpark führt vorbei an einem Insektenhotel und eine Schautafel an einem abgestorbenen Baumstamm zum Thema "Alte und abgestorbene Bäume als Lebensraum in die Waldlandschaft". Zudem erwarten den Spaziergänger auf dem rund ein Kilometer umfassenden Rundweg verschiedene Mitmach-Stationen und eine Vielfalt an Natur. Auf einem Barfußpfad kann jeder mit den Füßen auf Tannenzapfen, Holzspänen und steinernen Materialien seinen Tast- und Spürsinn erleben oder nach Sebastian Kneipp den Körper, Geist und die Seele in Einklang bringen. Da Astwerk in den Gruben verteilt liegt, ist bei der Barfußbegehung Vorsicht geboten.

Auf dem Holzspielplatz können sich Kinder unter schattigen Bäumen noch einmal so richtig austoben. Die Eltern können es sich derweil auf Holzbänken gemütlich machen. Wer noch Lust und Kraft in den Beinen hat, kann auf den angrenzenden Wanderwegen zum Stückbergturm wandern und die Aussicht in den Oberpfälzer- und Bayerischen Wald genießen. Interessant ist auch die Vielfalt des Naturwaldreservats rund um den Turm. Im Netzwerk sind zum Naherholungsgebiet überwiegend positive Bewertungen wie frische Luft, erholsam, sehenswert, ruhige und erholsame Gegend, toller Spielplatz und die Vielfalt an Pflanzen und Tiere vermerkt. Aber auch enttäuschte Stimmen mit Hinweisen auf die wenig zu sehenden Tiere im Wildpark und den beschwerlichen Rundweg mit Kinderwagen sind zu lesen.

Die Hirschkuh genießt das schattige Plätzchen in der Holzhütte.
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