Eslarn
22.06.2018 - 14:41 Uhr

Eslarn ein Ort der Freiheit

Die Grenzgemeinde ist mit der Lebensgeschichte von Bischof Rudolf Voderholzer verbunden: Nach Kriegsende floh die böhmische Bevölkerung aus der Heimat. Unter den Vertriebenen befanden sich auch Mutter und Großmutter des Bischofs.

Bischof Rudolf Voderholzer trägt sich mit Pfarrer Erwin Bauer (links) und Pfarrer Josef Most (rechts) im Beisein von Bürgermeister Reiner Gäbl ins Goldene Buch ein. gz
Bischof Rudolf Voderholzer trägt sich mit Pfarrer Erwin Bauer (links) und Pfarrer Josef Most (rechts) im Beisein von Bürgermeister Reiner Gäbl ins Goldene Buch ein.

(gz) Mit wenig Gepäck, darunter ein Gebetbuch und Rosenkranz, machte sich 1946 die Großmutter des Bischofs mit ihrer Tochter von ihrem Wohnort Kladau, dem heutigen tschechischen Kladovy, über die Grenze bei Tillyschanz unfreiwillig in Richtung Westen auf. Nach einer kurzen Verweildauer in Eslarn zogen viele der Flüchtlinge, auch die Bischofsmutter, mit ihrem Sack und Pack weiter.

"Der Ort Eslarn nahe der Grenze steht für Abschiednehmen und nicht freiwillig gehen müssen, aber auch für Neuanfang und Freiheit", sagte Bischof Voderholzer.

Der Besuch des Diözesanbischof Rudolf Voderholzer sei ein herausragendes Ereignis und eine Auszeichnung für die Region, fand Bürgermeister Reiner Gäbl. "Nach dem Eslarn am ehemaligen Eisernen Vorhang lag und nach Osten abgegrenzt war, liegt die Marktgemeinde heute mitten in Europa." Gäbl wies auf die herrliche Klosteranlage in Kladovy hin und wünschte sich ein friedliches Zusammenleben.

Beim Eintrag ins Goldene Buch des Marktes bewunderte Voderholzer den vorgetragenen Schriftzug von Elisabeth Schottenhaml. Den kirchlichen Würdenträger wollte Gäbl nicht gehen lassen, ohne das spezielle Kommunbier probiert zu haben. Gemeinsam mit der kirchlichen Delegation aus Regensburg, Moosbach und Eslarn, den örtlichen Vertretern der Kirchenverwaltung und Gemeinde stieß das Marktoberhaupt auf den hohen kirchlichen Besuch an. "Eslarn hat eine eigene Brauerei und ist wegen der besonderen Spezialität des patentierten Kommunbiers Bayernweit bekannt" fügte das Marktoberhaupt an.


 
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