Eslarn
24.02.2020 - 11:07 Uhr

Eslarn: Prinz Fasching löst sich in Rauch auf

„Isling Helau“ ein letztes Mal. Am Faschingsdienstag und am Aschermittwoch ziehen die kostümierten Musiker und Maschkerer zum „Agrom“ zum Endspurt der "Islouer Fosend" einmal durch die Eslarner Straßen.

Vor der Einäscherung von Prinz Fasching nehmen Faschingspater, Bestatter, Sargträger und seine besten Freunde letztmals Abschied. Bild: gz
Vor der Einäscherung von Prinz Fasching nehmen Faschingspater, Bestatter, Sargträger und seine besten Freunde letztmals Abschied.

Mit dem ausgelassenen Faschingstreiben der "Islouer Fosend" geht die fünfte Jahreszeit zu Ende. Die Musiker der "Jesse-James" von der Gaststätte "Sportzentrum" sind am heutigen Faschings-Dienstag und die Combo "Schlutupers" vom Gasthaus "Böhmerwald" am Aschermittwoch lautstark unterwegs. Im Mittelpunkt der Inszenierung steht eine Faschingsbeichte und die Einäscherung von Prinz Fasching. Wer mitmachen möchte, kann sich am späten Nachmittag in einem der genannten Lokale sehen lassen oder an den Straßen auf die beiden Musikgruppen warten. Bei der Gemeinschafts- oder Einzelbeichte, je nach Anzahl der Fehltritte, rückt ein merkwürdiger Geselle ins Rampenlicht. Ein Mann in einer schwarz-weißen Mönchskutte mahnt das Faschingsvolk zur Reue und spendet Ablass. Welchem Orden er angehört, bleibt sein Geheimnis. In einem stillen Winkel entledigt sich jeder mit dem Hinabspülen der hochprozentigen Buße der schweren Last, wobei eine Solobeichte nicht nur mehr Zeit beansprucht, sondern auch mehr in die Kasse spült. Je nach Anzahl der peinlichen Ausrutscher erhöht sich die Buße. Im Anschluss marschieren die Anhänger der beiden Faschingscombos mit Musik und ihrem schwächelnden Faschingsprinzen noch einmal durch Eslarn und blasen mit Pauken und Trompeten in lockerer Marschformation zum Endspurt. Zum "Sterberitual" des Faschingsprinzen trifft sich die trauende Witwe mit ihrem Faschingsvolk in der Nähe des jeweiligen Stammlokals und nach einigen tröstenden Worten durch Herrn Merkwürden endet der strohige Prinz in einer feurigen und rauchenden Abschlusszeremonie. Mit dem symbolischen Verbrennen des Faschingsprinzen endet der Fasching und es heißt: Am Aschermittwoch ist alles vorbei.

 
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