Eslarn
27.09.2019 - 12:30 Uhr

Eslarn: Staatsstraße noch in diesem Jahr fertig

Der Straßenausbau an der Staatsstraße 2154 nördlich Eslarns geht voran. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach nennt auch schon einen Termin, zu dem die Arbeiten zwischen der Waidhauser Straße und dem Gewerbegebiet abgeschlossen sein werden.

Aufgrund der Erhöhung der Staatsstraße wuchs die Böschung an der Abzweigung nach Thomasgschieß auf rund zehn Meter an. Bild: gz
Aufgrund der Erhöhung der Staatsstraße wuchs die Böschung an der Abzweigung nach Thomasgschieß auf rund zehn Meter an.

Der umfangreiche Straßenausbau der Staatsstraße 2154 nördlich Eslarns umfasst ein Kostenvolumen von 2,5 Millionen Euro und erfordert von der Baufirma zügiges Arbeiten. Derzeit werden mit Baggern und Raupen entlang der Baustelle an allen Ecken und Enden die Zufahrten dem erhöhten oder tiefer gelegten Straßenverlauf angepasst, die Böschungen angelegt und die Teilstücke, unter anderen die Einmündung nach Thomasgschieß, asphaltiert.

Im Rahmen des Straßenbaus wurde vom Bocklradweg entlang der Staatsstraße bis zur Zankeltradstraße ein Rad- und Fußweg angelegt. Damit können Wanderer und Radfahrer abseits vom Verkehr vom Bocklradweg direkt zum Ortsteil Steinboß und weiter zur Ortsmitte oder zur Grenze nach Tschechien gelangen.

Erfreulich für die Anwohner sind auch die Nachbesserungen einiger Zufahrten, die vorher aufgrund der vorhandenen steilen und engen Abfahrten für Fahrzeuge nur schwer möglich waren. Betroffen war die Abzweigung zum Ortsteil "Steinboß" und ein Anlieger, der aufgrund der tiefergelegten Fahrbahn nur über ein Teilstück des neuen Radweges zum Grundstück gelangen kann.

Bleiben wird die viel diskutierte, erhöhte Straßenböschung, die beim Unternehmen Hierold zwei und bei der Abzweigung in Richtung Thomasgschieß fast zehn Meter beträgt. An welchen Stellen aufgrund von Vorschriften eventuel Leitplanken angebracht werden müssen oder nicht, bleibt abzuwarten. "Die Erhöhung der Fahrbahn hat sich durch die Verstetigung der Gradiente ergeben, so dass ein Auf und Nieder der Straße sowie Sichtschatten, die die Strecke unübersichtlich und damit gefährlich machen, vermieden werden konnten", erläuterte auf Anfrage Baudirektor Gerhard Kederer vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach. Durch die Fahrbahnerhöhung konnten an nicht einsehbaren Bereichen die vorhandenen Kuppen und Wannen beseitigt und eine maximale Neigung der Straße von 6,5 Prozent erreicht werden. Bei den Arbeiten wurden auf einer Länge von zwei Kilometer mit 23.000 Kubikmeter Erdreich gewaltige Mengen bewegt, wobei viel Erdreich durch die Fahrbahnabsenkung angefallen ist.

Bereits vorhanden ist eine aus Gründen der Verkehrsicherheit notwendige Abbiegespur ins Gewerbegebiet "Zankeltrat". Die Gesamtkosten für die im Auftrag der Gemeinde durchgeführten Maßnahmen belaufen sich auf rund 350.000 Euro. Laut Baudirektor Gerhard Kederer wurde zudem die Entwässerung im Bereich der Baumaßnahme verbessert. Als Ausgleich für die Eingriffe in die Natur durch Baumfällaktionen und Heckenbeseitigungen werden zur Einbindung der neuen Straße in die Landschaft einige Naturschutzflächen geschaffen und Neuanpflanzungen vorgenommen. Die entlang der Baustelle vorhandenen Feldkreuze konnten am Standort oder durch Versetzen erhalten bleiben.

Ein genauer Termin, wann auf der gesamten Staatsstraße mit einer Asphaltfläche von 13.000 Quadratmetern, einer Breite von 6,50 Metern und einer Länge von rund zwei Kilometern die Feinschicht aufgezogen wird und wann die Freigabe für den öffentlichen Verkehr erfolgen wird, ist noch nicht bekannt. Mit der kompletten Fertigstellung der am 27.8.2018 begonnenen Baumaßnahme rechnet das Staatliche Bauamt Amberg voraussichtlich bis Ende November 2019. Damit kann die Baufirma den festgesetzten Termin einhalten, wenn nicht sogar vorzeitig beenden.

Die neue Staatsstraße in Richtung Eslarn mit der Abzweigung nach Thomasgschieß. Bild: gz
Die neue Staatsstraße in Richtung Eslarn mit der Abzweigung nach Thomasgschieß.
 
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