Die Erschließung der Regensburger und Oberhausener Straße ist abgeschlossen. Bürgermeister Reiner Gäbl hob diese Maßnahme in der Bauausschuss-Sitzung als Zeichen der Vorgaben „Innen statt außen“ hervor, die sich zudem gut in das Ortsbild einfügt. Kämmerer Roland Helm listete die Ausgaben für die beiden Straßen in einer Gesamtlänge von 115 Metern auf. Insgesamt hat der Markt dafür 115.000 Euro ausgegeben. Gäbl machte erneut auf das Problem vieler unbebauter Grundstücke innerorts aufmerksam. Daraus habe der Markt gelernt, dass nach Beendigung einer Erschließungsmaßnahme die dann erschlossenen Grundstücke auch bebaut werden müssen.
Daniel Biermeier schilderte dem Gremium den Vorgang um die erneute Bauvoranfrage zur Errichtung einer Doppel-Fertigteilgarage außerhalb des Baugebiets Oberhausener-Regensburger-Straße. Das Vorhaben sei weiterhin nicht privilegiert. Biermeier wies die Ausschussmitglieder auf das bereits verweigerte Einvernehmen des Marktrats hin. Die Doppelgarage sollte weiterhin in der Hochwassermulde errichtet werden, eine Zufahrt sei nicht vorhanden. Der Grundstückseigentümer habe auch keinen Rechtsanspruch auf Erschließung. Die Stichstraße führe in den Außenbereich. Der jetzige Grundstückseigentümer sei bereits beim Erwerb des Areals auf die Nichtbebaubarkeit hingewiesen worden, erklärte Daniel Biermeier.
- Umgestaltung des Gästehauses
Bürgermeister Gäbl erteilte eventuellen Vermutungen, bei der Umgestaltung des Gästehauses sei vielleicht etwas Trägheit eingekehrt, eine deutliche Absage. Es sei viel im Hintergrund gearbeitet worden, wobei sich auch nicht vorhersehbare Ereignisse ergeben haben. In jedem Fall aber sei alles soweit gediehen, dass der Startschuss für die Ausschreibungen gegeben werden könne, betonte das Marktoberhaupt. Näheres zum aktuellen Stand wusste auch gleich Sabrina Zombek, Roesch Architektur und Städtebau, zu berichten. So liege jetzt das Baugrundgutachten für den Bereich des Anbaues vor, das verdeutliche, dass dort bis drei Meter Tiefe kein tragfähiger Boden vorhanden sei. Zombek empfiehlt deshalb eine Pfahlgründung. Ingesamt betrachtet soll die Ausschreibung noch in diesem Jahr in Abschnitten erfolgen.
Von März bis Ende Mai sollen die Ausschreibungsunterlagen für den Abbruch des Nebengebäudes, die Baumeisterarbeiten, die Arbeiten der Zimmerer, für die Dachabdichtung, die Reinigung der Natursteine an der Fassade, die Spenglerarbeiten, die Estricharbeiten und für die Fenster und Außentüren an die interessierten Firmen gehen. Anfang Juni kommen die Leistungsverzeichnisse für den Innenausbau zum Versand. Außerdem muss noch ein Prüfstatiker beauftragt werden, der die Sicherheit des Gebäudes bestätigt. Zum besseren Verständnis für die Gestaltung der Innenräume brachte Zombek Farbmuster mit. „Solnhofer Optik“ wird das Erdgeschoss prägen, eine Farbe, die sich laut Gäbl bereits im Kommunbrauhaus als recht pflegeleicht gezeigt hat. In den Wohnbereichen kommt Betonoptik zur Geltung. Alle Räume erhalten eine Fußbodenheizung. In der mitgebrachten Projektbeschreibung zeigte Roesch Architektur und Städtebau mit geschickten Bildmontagen das spätere Aussehen des Gästehauses.
- Tempo-30-Zone
Wieder einmal stand eine Tempo-30-Zone zur Debatte. Die Einrichtung dieser Zone im Sandweg hatte der zuständige Beamte der Polizeiinspektion Vohenstrauß, Polizeihauptkommissar Jakob Stahl, nicht als Verbesserung, sondern vielmehr als Verschlechterung beurteilt. Nach den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung ist eine Ausnahme nur dann möglich, wenn besondere Umstände vorhanden sind. Nachdem am Sandweg laut einer Zählung eine „überschaubare“ Zahl von Fahrzeugen fährt, gebe es somit auch keine „übersteigende“ Gefahr für Fußgänger und Kinder. "Irgendwann besteht Eslarn aus einer kompletten Tempo-30-Zone", befürchtete der Polizeibeamte. Auch das Hinweisschild „Spielende Kinder“ müsse, sollte es im Sandweg aufgestellt werden, auch andernorts seinen Platz finden. Damit würde das Schild bei den Verkehrsteilnehmern entsprechend wenig beachtet werden. Stahl kam zur Einschätzung, dass im Sandweg eine Tempo-30-Zone den Verkehrsteilnehmern nicht zu vermitteln sei. Jetzt muss der Marktrat entscheiden, ob diese bereits beschlossene Regelung beibehalten werden soll, lautete das Fazit von Bürgermeister Gäbl.
- Straßenbau
Die Straße von Riedlhof nach Burkhardsrieth wird gemeindeübergreifend mit der Stadt Pleystein ausgebaut, die auch federführend tätig ist. Die sei das beste Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit, lobte der Rathauschef. Den Ausbau der Strecke zwischen Saubersrieth und Roßtränk im Bereich des Markts Moosbach hält der dortige Marktrat nicht für notwendig. Anton Hochwart erklärte, dass eine Anhebung der Bankette im Eslarner Bereich verbunden mit einer neuen Feinschichtabdeckung von vier Zentimetern 40.000 Euro kosten würde. Bei einem Unterbau mit etwa acht Zentimetern und einer Feinschicht von vier Zentimetern müssten die privaten Grundstückseinfahrten angepasst werden. Dafür würden Kosten von rund 128.000 Euro anfallen. Bei einer Feinschicht von sechs Zentimetern, der Anpassung der Zufahrten müsse mit 160.000 bis 170.000 Euro gerechnet werden. Würde dann eine Förderung nach den GVS-Richtlinien beantragt werden, müsste ein Ingenieurbüro beteiligt werden. Dann würden Gesamtkosten von rund 200.000 Euro erreicht werden, erklärte Gäbl. Der Marktrat wird sich in seiner Sitzung am Denstag, 9. März, über das weitere Vorgehen seine Gedanken machen müssen.

























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