Eslarn
17.05.2018 - 11:37 Uhr

Familie und Tageszeitung "Der neue Tag" halten die 90-Jährige auf aktuellestem Stand

Auf ein schönes, aber auch arbeitsreiches Leben kann Rudolfine Barbara Voit zurückblicken. Eine große Gratulantenschar wünschte der Jubilarin vor allem Gesundheit.

Rudolfine Voit (vorne, Dritte von links) nimmt zum 90. Geburtstag viele Glückwünsche entgegen. Bild: gz Ziegler, Karl [GZ]
Rudolfine Voit (vorne, Dritte von links) nimmt zum 90. Geburtstag viele Glückwünsche entgegen. Bild: gz

(gz) Die ersten Glückwünsche bekam "Dolfie" von ihren Kindern, Enkeln, Verwandten und Bekannten. Die Wiege von Rudolfine Kreuzer stand am 12. Mai 1928 im böhmischen Eisendorf, wo sie mit zwei Geschwistern aufgewachsen ist. Die Zwangsaussiedelung nach dem Krieg betraf auch die Familie Vinzenz und Maria Kreuzer. Eine neue Heimat fanden sie im bayerischen Nachbarort Eslarn. Aus der 1951 mit Max Voit geschlossenen Ehe gingen die Töchter Lisa, Maria und Sohn Michael hervor. Das Ehepaar betrieb eine Landwirtschaft, in der die gesamte Familie mit anpackte. Trotz der körperlichen Arbeit hatte "Dolfie" für jeden stets ein freundliches Lächeln auf den Lippen und war Tag und Nacht für ihre Kinder da. Sie strickte, nähte und arbeitete in der Winterzeit zeitweise im Sägewerk Reindl. Später wechselte das Ehepaar in die Nebenerwerbslandwirtschaft und bestellte als sogenannte Feierabendbauern die Felder. Eine Beschäftigung fand Max Voit bei der Raiffeisenkasse, wo er ab 1969 für den Lagerhausbetrieb mit verantwortlich war.
Nach der Aufgabe der Landwirtschaft beschäftigte sich das Ehepaar Voit mit der Heimarbeit der Firma BAS. Schwer getroffen wurde die Familie 2010 durch den Tod von Ehemann und Vater Max Voit. In der Zeit des Kummers und der Trauer stärkte sich die Familie gegenseitig und Rudolfine Voit kann bei Haus und Garten auf die Hilfe ihrer beiden Töchter aus Eslarn und Waidhaus hoffen.
Sehr erfreut ist die Jubilarin auch über die steten Heimatbesuche von Sohn Michael aus München. Die größte Freude bereiten ihr die sechs Enkelkinder. Die Eslarnerin liest täglich die Tageszeitung "Der neue Tag" und strickt im Jahr fleißig über 20 Paar Socken. Vor allem an Weihnachten freuen sich Nachkommen und Bekannte über echte "Dolfie-Socken". Die größte Leidenschaft für Rudolfine Voit ist das Backen von Torten und Kuchen und daher standen auf dem Geburtstagstisch auch zwei ihrer eigenen Torten. Die Geburtstagsparty, zu der Enkelsohn Thomas mit Partnerin Kira eigens aus Dänemark angereist war, fand bei ihrer Tochter Lisa in Waidhaus statt. In Eslarn schlossen sich Pfarrer Erwin Bauer, Bürgermeister Reiner Gäbl, Verwandte und Nachbarn, sowie Michael Reindl im Namen des CSU-Ortsverbandes dem Gratulationsreigen an.

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