25.05.2020 - 12:30 Uhr
EslarnOberpfalz

Freie Wähler wollen Raiffeisenmarkt retten

Die Freie Wählergemeinschaft spricht sich einhellig für den Erhalt des Raiffeisenmarktes in Eslarn aus. Mit einer Unterschriftenaktion will sie auch die Bevölkerung mobilisieren.

Die ersten Unterschriften präsentierten (von rechts) die Markträte Albert Gollwitzer, Albert Grießl, dritter Bürgermeister Bernd Reil und Vorsitzende Karin Stahl am Raiffeisenmarkt.
von Karl ZieglerProfil

„Mit den Unterschriften wollen wir die Wichtigkeit des Raiffeisen-Markts für Eslarn und das Umland dokumentieren und gemeinsam mit den Bürgern für den Fortbestand des Markts kämpfen“, stellte dritter Bürgermeister Bernd Reil im Beisein der Markträte Albert Gollwitzer und Albert Grießl sowie im Namen der FWG um Vorsitzender Karin Stahl fest.
Der Raiffeisenmarkt an der Kirchenstraße in Eslarn besteht seit 2004 und soll laut den Vorstandsmitgliedern der Raiffeisenbank Neustadt-Vohenstrauß aus branchenbedingter und betriebswirtschaftlicher Sicht zum 1. Januar 2021 geschlossen werden. Als Alternative ist an einen Liefer-Service von Moosbach und Albersrieth aus gedacht.
Mit diesem Angebot will sich die FWG nicht zufrieden geben und kämpft nun mit einer Unterschriftenaktion für den Standort in Eslarn. Um die Aktion öffentlich wirksamer darzustellen, trafen sich dritter Bürgermeister Bernd Reil mit den Markträten Albert Gollwitzer und Albert Grießl sowie mit Vorsitzender Karin Stahl spontan am Raiffeisenmarkt und präsentierten bereits die ersten Unterschriften.
„Wir bitten die Bevölkerung, sich anzuschließen und sich für den Verbleib des Raiffeisen-Markts in der Kirchenstraße in Eslarn auszusprechen.“ Die Lage mitten in Eslarn und auch das Angebot und die Erreichbarkeit ist für die jüngere, aber vor allem für die ältere Generation aufgrund der Ortsmitte ideal. Mit einem Einkauf im Markt könnte jeder dazu beitragen, dass in Eslarn der Ortskern nicht weiter ausstirbt, so Reil. Er erinnerte, dass der Markt bisher nicht nur von den Eslarnern frequentiert war, sondern auch Käufer aus dem Umland wie beispielsweise aus Waidhaus eingekauft haben.
„Man kann sich nicht immer mit angeblichen endgültigen Entscheidungen abgeben und nur alles abnicken, sondern man muss auch mal gegen den Strom schwimmen, um für die Bürger das Beste heraus holen zu können.“ Die FWG möchte mit der Bevölkerung die Vorstände der Raiffeisenbank vom Fortbestand des Marktes in Eslarn überzeugen. Unterschriftenlisten liegen in den örtlichen Geschäften auf.
Reil wollte auch Bürgermeister Reiner Gäbl mit ins Boot holen, Gäbl sah wohl jedoch keine Möglichkeit, direkten Einfluss auf die von den Vorständen „wohl überlegte und unwiderrufbare, wenn auch bittere Entscheidung“ zu nehmen.

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