"Am Volkstrauertag stehen wir hier gemeinsam am Ehrenmal, um den Opfern der beiden Weltkriege, aber auch allen Toten, Vermissten und Vertriebenen aller Kriege dieser Welt zu gedenken." Bürgermeister Reiner Gäbl erinnerte zudem an die 124 im 1. Weltkrieg und 254 im 2. Weltkrieg gefallenen Eslarner. Die Kriege, Konflikte, Anschläge und durch Einsätze oder Unfälle ums Leben gekommenen Menschen ins Gedächtnis rief in der Pfarrkirche Pfarrer Erwin Bauer und am Ehrenmal Hauptmann Nils Bräutigam von der Patenkompanie.
Die Teilnahme an der Gedenkfeier am Volkstrauertag zum Gedenken der Opfer von Krieg und Terror ist für die Vertreter der Markt- und Pfarrgemeinde, Abordnungen der Soldaten des Panzergrenadierbataillons 1./122 aus Oberviechtach und der fahnenführenden Vereine verpflichtend. Bereits am frühen Sonntagmorgen zogen die Vereine und eine Abordnung der Bundeswehr mit den Gemeindevertretern im Takt des "Eslarner Bläser Ensembles" zur Pfarrkirche. Den Gedenkgottesdienst in der Pfarrkirche zelebrierte Pfarrer Erwin Bauer, der an die unzähligen Opfer der beiden Kriege erinnerte und ein deutliches Zeichen des Friedens forderte. Der Glaube an Gott ist der Garant für den Frieden, fügte der Geistliche an.
Nach der Messfeier führte die Blasmusik den Gedenkzug unter dem bewährten Kommando von Hans Werner vom Krieger- und Soldatenverein zum Ehrenmal. Dort blickte Bürgermeister Reiner Gäbl auf den 1. Weltkrieg vor 100 Jahren zurück und erinnerte an die damalige Botschaft: Wir haben es gelernt, nie wieder Krieg. "Wir haben es leider nicht gelernt, müssen wir heute leidvoll feststellen und es folgte das brutalste Verbrechen, das von deutschem Boden ausging, der 2. Weltkrieg und ein Alptraum für die gesamte Bevölkerung." Gäbl forderte, das friedliche, freie und grenzenlose Europa nicht aufs Spiel zu setzen und sich gegen alle menschenverachtende Kräfte zu stellen.
Die Ansprache für die Bundeswehr hielt Hauptmann Nils Bräutigam vom Panzergrenadierbataillon 1./122. Die Konfliktherde der Neuzeit seien nicht mehr in fernen Ländern zu suchen, sondern auch direkt vor den Grenzen und innerhalb Europas wie die Anschläge in verschiedenen Städten zeigten. Neben einer Vielzahl von Vorfällen nannte Hauptmann Bräutigam die Vorfälle in Mali mit dem Hubschrauberabsturz, den kürzlich verstorbenen Kameraden in Litauen und alle anderen Betroffenen, die im Rahmen ihrer Pflichterfüllung ein Leid in jedweder Form erlitten haben. Auch die anhaltende Flüchtlingsbewegung sei eine Folge aus Gewalt und purer Verzweiflung. Zum Gedenken legten Bürgermeister Reiner Gäbl im Namen der Marktgemeinde, des Krieger- und Soldatenvereins, der RK und des VdK und Hauptmann Nils Bräutigam für die Bundeswehr am Ehrenmal jeweils einen Kranz nieder.













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