Eslarn
02.07.2018 - 12:13 Uhr

Gäbl geht mit CSU ins Gericht

Die Eslarner SPD-Marktratsfraktion hat ihre zu Beginn der Wahlperiode gesetzten Ziele bereits erreicht. Bürgermeister Reiner Gäbl zieht in der Mitgliederversammlung eine absolut positive Bilanz.

Bürgermeister Reiner Gäbl (rechts) sieht nach zwei Drittel der Wahlperiode die Ziele seiner Fraktion im Marktgemeinderat mehr als erfüllt. bey
Bürgermeister Reiner Gäbl (rechts) sieht nach zwei Drittel der Wahlperiode die Ziele seiner Fraktion im Marktgemeinderat mehr als erfüllt.

Gäbl zog in der Mitgliederversammlung am Sonntagvormittag im Kommunbrauhaus eine "Zweidrittel-Bilanz". Kritik gab es für die CSU, die sich Erfolge der SPD zu Eigen mache. Für die Verschönerung des Friedhofs und die Neugestaltung der Leichenhalle seien über 500 000 Euro ausgegeben worden. Der schlechte Zustand des Friedhofs sei allgemein bekannt, trotz der bisher vollzogenen Verbesserungen seien weitere Arbeiten notwendig, betonte Gäbl. Beim Ausbau "Am Schellenbach", mit den Kanal- und Wasserleitungsarbeiten sei mit einem Gesamtaufwand von über drei Millionen Euro eine Investition getätigt worden, hob der Rathauschef hervor.

Beim Straßenbau habe die CSU zunächst der kompletten Sanierung widersprochen und nur "Ausbesserungsarbeiten" für notwendig erachtet. Wäre dieser Meinung gefolgt worden, gäbe es jetzt dort nur Schlaglöcher. Als "dreist" nannte der Bürgermeister den Antrag der CSU auf Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung. Wäre dem gefolgt worden, hätte der Markt eine halbe Million Euro "in den Sand gesetzt". Wegen der jetzigen gesetzlichen Regelung erhält die Kommune vom Freistaat diesen Betrag.

Kritisch setzte sich Gäbl mit der Meinung mancher Markträte zum Ausbau des Tillyplatzes auseinander. Er habe ihnen "x-mal" die Pläne gezeigt und darauf hingewiesen, dass kein Parkplatz verloren gehe. Die Kosten für den Ausbau werden auf 1,8 Millionen veranschlagt, dafür erhalte der Markt entgegen den üblichen Zuschussregelungen 80 Prozent. Es sei auch gelungen, den Ausbau der Brennerstraße über den Landkreis zu regeln. Im kommenden Jahr müsse der Markt die Wasser- und Kanalleitungen sanieren. Im Zuge von "Freizeit und Erholung" sei es möglich gewesen, die Anlagen am Atzmannsee mit entsprechender Förderung zu gestalten. Zu befürchten sei nur, dass wegen Düngemitteln die Algenbildung gefördert werde, meinte der Gemeindechef..

Den Ausbau der Staatsstraße 2154 schreibe sich verwunderlicherweise die CSU ans Revers. Diese Baumaßnahme sei jedoch nie ein Thema deren Mitglieder gewesen. Jetzt sei es gelungen, zusätzlich nach Thomasgschieß noch eine Abbiegespur zu bekommen. Als notwendig habe die SPD die Anlegung eines Radwegs als Einbindung zum Europa-Radweg gesehen. Gäbl habe erreicht, dass dieser Radweg von Eslarn weg gebaut werde und dem Markt selbst "keinen Euro" koste.

Der Ausbau des Kommunbrauhauses mit einem Aufwand von 1,3 Millionen Euro und großer staatlicher Förderung sei zu einer echten Erfolgsgeschichte geworden. 2017 seien 2800 Besucher gezählt worden. Das Kommunbrauhaus werde ausschließlich von SPD-Mitgliedern geführt. "Wer Kritik übt, könne diese Arbeit ja mal selbst machen."

Ganz aktuell ging Gäbl auf die Grundsteinlegung am Zoiglbrunnen mit Finanzminister Albert Füracker ein. Auch habe es die die Meinung gegeben, dass ein Brunnen an zentraler Stelle den richtigen Platz habe.

Vorsitzender Georg Zierer lobte die Entscheidung Gäbls, sich trotz seiner "nur" ehrenamtlichen Tätigkeit als Bürgermeister von seinem Dienstherrn beurlauben zu lassen. In seiner Vorausschau kündigte Zierer die Beteiligung des SPD-Ortsvereins beim Barthlmarkt an. Als Delegierte für die Versammlung zur Aufstellung der Kandidaten für die Europawahl wurden Gäbl und Laura Roth gewählt.





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