Das Coronavirus verhinderte ein Requiem und eine öffentliche Trauerfeier. Gerne hätten ihre zahlreichen Freundinnen vom Frauenbund, Goldenen Oktober, Krankenbesuchsdienst und von den BBV-Landfrauen, aber auch viele Bürger der beliebten Mitbürgerin die letzte Ehre erwiesen.
Im Namen der Pfarrgemeinde dankte Pfarrvikar Bivin Plapparambil für die Aktivitäten in den kirchlichen Organisationen und betete für die Verstorbene. Auch in schwierigen Zeiten soll der Mensch zum Himmel schauen und daran denken, dass da jemand ist, der jedem immer die Kraft zum Weitermachen geben wird. Die Wiege von Erika Pöllmann stand am 28. Januar 1940, wie auch die ihres jüngeren Bruders Max, in Eslarn. Bereits mit drei Jahren wurde ihr Vater Adam Pöllmann im Krieg vermisst, so dass ihre Mutter Franziska zwei Kinder alleine großziehen musste. Nach der Schulzeit arbeitete Erika Pöllmann bei Seltmann-Porzellan in Vohenstrauß.
Die Kirchenglocken für das Brautpaar Erika und Richard Dunkl läuteten am 15. Mai 1965, und das Eheglück vollkommen machten die Geburten von fünf Töchtern. Die Familie bewirtschaftete im Eslarner Ortsteil Kreuth eine Landwirtschaft. Im Juli 1978 verstarb Mutter Franziska Pöllmann und im März 1999 ihr Ehemann Richard Dunkl. Die größte Freude bereiteten der fünffachen Mutter die neun Enkel und fünf Urenkel. Die Großfamilie feierte noch vor der Coronakrise im Januar den 80. Geburtstag ihrer Mutter, Oma und Uroma.
Stets beliebt waren die geselligen Treffen mit den Mitgliedern des Frauenbundes, dem sie 20 Jahre angehörte. Seit Bestehen des „Goldenen Oktobers“ nahm Erika Dunkl nicht nur an allen Treffen der Seniorenrunde teil, sondern unterstützte von 2010 bis 2015 die damaligen Leiterinnen Anita Weichselmann und Anna Schmucker mit Vorschlägen zur Programmgestaltung. Gemeinsam unterstützten die rührigen drei Strickerinnen mit wolligwarmen Strickwaren ein ukrainisches Kinderheim. Zudem bereicherte die leidenschaftliche Hobbybäckerin viele Festlichkeiten mit Kuchen und mit ihrer humorvollen direkten Art. Zudem nahm sie fünf Jahre an den Krankenbesuchsdiensten der Pfarrei teil. Insgesamt 40 Jahre vertrat sie als Mitglieder die Interessen der BBV-Landfrauen.
Am 24. März 2020 hörte das Herz von Erika Dunkl für immer auf zu schlagen. Da eine Teilnahme am Requiem und an der Beisetzung am Friedhof aufgrund des Corona-Virus zur aktuellen Zeit nicht möglich war und deshalb die Beisetzung im engsten Familienkreis erfolgte, gedachten die Mitglieder der Organisationen im stillem Gebet ihrer steten Begleiterin.













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