30.12.2019 - 10:26 Uhr
EslarnOberpfalz

Helfer vor Ort Eslarn erhalten Unterstützung

Nachdem es in den vergangenen Jahren um die Eslarner Helfer vor Ort wegen Personalmangels ruhig geworden war, verstärken ab 2020 Einsatzkräfte aus den Reihen der Feuerwehr das Team - eine Erleichterung für die bisherigen Einzelkämpfer.

Ab 2020 sind als Helfer vor Ort (von links) Alexandra Wild, Stefan Hammerl, Sabina Bauer, Corinna Völkl, Laura Roth, Georg Rauch und Uli Bauer in und um Eslarn unterwegs.
von Karl ZieglerProfil

Seit 1995 gibt es die Helfer vor Ort (HvO) in Eslarn. Rund um die Uhr leisten die Einsatzkräfte die so wichtige Erstversorgung bei Notfällen. In den vergangenen Jahren wurde die über zehnköpfige Gruppe durch Wegzug, Heirat und aufgrund von beruflichen und persönlichen Gründen jedoch immer kleiner, und es wurde still um die HvO. Als im April 2018 mit Manfred Bäumler einer der eifrigsten Ersthelfer und BRKler verstarb, war Stefan Hammerl eine Zeit lang der einzige Helfer in Eslarn. Für den gelernten Rettungssanitäter folgte eine stressige Bereitschaft rund um die Uhr.

Als Arzthelferin Laura Roth, die von Manfred Bäumler als Nachfolgerin angelernt worden war, den Einzelkämpfer Hammerl unterstützte, brachten es die beiden in diesem Jahr auf insgesamt 125 Einsätze. Eine Werbeaktion bei der Feuerwehr trug schließlich Früchte: Zwölf Feuerwehrfrauen und -männer, davon zwei aus Moosbach, nahmen an einer Erste-Hilfe-Prüfung teil. Nach der erfolgreichen Sanitätsgrundausbildung folgte eine Funkausbildung und für fünf BRK-Helfer weitere Erfahrungen bei Einsätzen mit dem BRK-Einsatzwagen. Ab 2020 verstärken daher Sabina Bauer, Alexandra Wild, Corinna Völkl, Thomas Kleber und zweiter Kommandant Georg Rauch das Eslarner Team im Sanitätsdienst. Da 2020 auch Uli Bauer dazukommen wird, besteht die HvO-Gruppe zusammen mit Stefan Hammerl und Laura Roth dann aus acht ausgebildeten Helfern. „Die Erreichbarkeit im Vorjahr lag bei sehr guten 92 Prozent, und dieser gute Wert kann mit der Verstärkung sicherlich weiter verbessert werden“, ist Hammerl zuversichtlich. Bestens gewährleistet ist mit der Gruppe auch die Absicherung anlässlich des Heimatfestes 2020. Bei den Großveranstaltungen wie Bauernmarkt und Festzug wird zusätzlich die BRK-Bereitschaft um Unterstützung gebeten. „Da bei den Einsätzen der Feuerwehr häufig auch Verletzte angetroffen werden, lässt sich der Einsatz mit qualifizierter Ersthilfe bestens verbinden", betonte zweiter Kommandant Georg Rauch. Wichtig für einen schnellen Einsatz sei aber auch ein tadelloses Einsatzfahrzeug, das anspringt und läuft. Mit zwölf Jahren ist dies nicht immer gewährleistet. Deshalb bitten die HvO um Spenden für ein neues Einsatzfahrzeug. „Eslarn dürfte der einzige Standort sein, der mit dem ersten Einsatzfahrzeug, sozusagen aus der Gründerzeit, noch unterwegs ist“, meinte Hammerl.

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