Bürgermeister Reiner Gäbl lobte zu Beginn der Marktratssitzung die gute Zusammenarbeit mit Planer Markus Rösch. Seit der vergangenen Sitzung bestehe das Interesse am Projekt des Freistaates Bayern „Innen vor Außen“. Das liege auch an den in Aussicht gestellten Zuschüssen. Gäbl freute sich, dass der Förderbescheid der Regierung der Oberpfalz für das Vorhaben Gästehaus bereits vorliegt. Von den förderfähigen Kosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro erhält der Markt Eslarn 1,51 Millionen Euro Landesmittel. Die Kosten für den Umbau betragen etwa 2,5 Millionen Euro, die mit bereits genannten Mitteln gefördert werden. Das Gästehaus werde laut Gemeindeoberhaupt wieder einen „Ortsbild prägenden Charakter“ haben. Planer Rösch stellt in einer knappen Stunde seine Ideen vor. Das Gebäude soll in seiner Größe erhalten bleiben, auch wenn ein an ein Nachbargrundstück angrenzendes Toilettenhaus abgebrochen wird.
Aufgrund der Brandschutzbestimmungen kommt an die Nordseite (Innenhof) ein Treppenhaus. Dort wird auch ein Lift bis in die zweite Etage führen. Wegen Brandschutz muss auch ein besonderer Weg für die Rettung ins Dachgeschoss angelegt werden. In den neugestalteten Innenhof kommen entsprechend der Zahl der künftigen Wohneinheiten sechs Stellplätze.
Markus Rösch blickte in seinen Erläuterungen auch auf das Jahr 2017 zurück. Am 13. September vergangenen Jahres seien bei einem Termin bei der Regierung der Oberpfalz verschiedene Varianten für das Gästehaus, von Abbruch bis Umnutzung, besprochen worden. Ziel des Markts sei aber gewesen, sogar für einen Abbruch Zuschüsse zu erhalten. Die Mitarbeiter der Regierung hätten jedoch klargestellt: Ohne Folgenutzung für das Gebäude gibt es keine Zuschüsse. Deshalb sei die Planung auf die Möglichkeit der höchsten Förderung ausgerichtet worden.
Die Räume im Erdgeschoss können weiter von Vereinen genutzt werden, sofern diese nicht über eigene Vereinsheime verfügen. Das Erdgeschoss soll einschließlich Toilette barrierefrei sein. In die erste und zweite Etage kommen jeweils drei Wohneinheiten gleicher Größe. Das bedeutet Wohnraum für eine alleinstehende Person, oder auch für eine Familie mit einem oder mit zwei Kindern. Der Einbau der Zwischenwände der Wohnungen erfolgt in Trockenbauweise. Das neue Treppenhaus auf der Nordseite wird überdacht, weil es als Fluchtweg dient. Jede Wohnung erhält auf der Innenhofseite ein großes Fenster mit französischem Balkon.
Bürgermeister Reiner Gäbl berichtet, dass hinsichtlich der Mietkosten gegenüber der Regierung der Oberpfalz beim Zuschussantrag ein Quadratmeterpreis von 4,50 Euro genannt wurde. Die Nebenkosten für Warmwasser und Wasser bezifferte Architekt Markus Rösch mit 30 Euro pro Monat. Ein Betrag, den Marktrat Kurt Baumann als „unreell“ bezeichnete. Das Marktoberhaupt wollte die Debatte beenden und wies darauf hin, dass Nebenkosten schlussendlich nach dem tatsächlichen Aufwand abgerechnet werden.
Mit 12:1 Stimmen beschloss das Gremium die Förderung für das Projekt Gästehaus über das Programm „Innen vor Außen“ zu beantragen. Dem Bauantrag stimmten elf Marktgemeindratsmitglieder zu, zwei Räte stimmten dagegen.












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