Eslarn
18.03.2020 - 09:49 Uhr

Jagdgenossenschaft Gmeinsrieth zieht Bilanz

Die Jagdversammlung konnte noch rechtzeitig vor der Bekanntgabe des Katastrophenfalls abgehalten werden. Der Abschussplan wurde zwar nicht ganz erfüllt, aber dafür 20 Wildschweine erlegt. Die marode Straße bei Passenrieth wird laut Bürgermeister Reiner Gäbl noch in diesem Jahr komplett saniert.

Bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Gmeinsrieth, die in der Zoiglstum „Beim Strehern“ stattfand, konnte Jagdvorstand Georg Hanauer 24 Jagdgenossen, Bürgermeister Reiner Gäbl, Forstamtsrat Rudi Stadler von den Bayerischen Staatsforsten und Jagdpächter Georg Hanauer mit den Mitbegehern Markus Dirscherl und Mathias Breitschafter begrüßen. An das abgelaufene Jahr erinnerten Schriftführer Wolfgang Kleber und und Kassier Markus Kleber, dem die Kassenprüfer Josef Bösl und Alois Kleber eine ordnungsgemäße Buchführung bescheinigten.

Nach einstimmigen Beschluss soll laut Jagdvorstand Georg Hanauer die Jagdpacht ausbezahlt werden. Da aus rechtlichen Vorgaben jede Organisation für die Einhaltung des Datenschutzes verantwortlich ist, bestimmten die Jagdgenossen ihren Schriftführer Wolfgang Kleber einhellig zu ihrem ersten Datenschutzbeauftragten. Der Jagdpächter Hans Hanauer informierte im Beisein seiner Mitbegeher Markus Dirscherl und Mathias Breitschafter, dass der geforderte Abschuss bei Rehwild nicht erfüllt werden konnte. Zwei Rehe vielen dem Straßenverkehr zum Opfer und zudem konnten 10 Füchse, 20 Wildschweine und 5 Dachse erlegt werden. „Aufgrund der milden Witterung konnten nicht noch mehr Sauen erlegt werden.“ Die aktuell noch vorhandenen Schäden in den Wiesen werde Hanauer noch einebnen und weitere eventuell vorhandene Wildschäden sollten mitgeteilt werden. Erfreulich waren die ausgebliebenen Schäden in den Maisfeldern. Weniger froh war der Landwirt und der Jagdpächter über eine Rotte von Wildschweinen, die zerkleinerten untergepflügten Mais bis aus einer Tiefe von 30 cm aus dem Boden holten. „Dadurch wurde die Nachfolgekultur stark in Mitleidenschaft gezogen.“

Eine besondere Bitte vor dem ersten Wiesenschnitt richtete Jagdpächter Hans Hanauer an alle Landwirte. „Bitte gebt mir rechtzeitig Bescheid, damit ich die Rehkitze aus der Wiese entfernen kann.“ Dieses Verfahren habe sich laut Hanauer in den Vorjahren bestens bewährt. Die fortgeschrittene Technik ermöglicht es, die Absuche auch mit kleinen Hightech-Fliegerdrohnen durchgeführt werden kann. Um Verständnis bittet Hanauer die Grundeigentümer und Pächter, da er zum Erreichen der Kirrungen, wo der Jäger Futter für das Wild bereithält, über Felder und Wiesen fahren muss. Zur Eindämmung der Schweinepest gibt es laut Forstamtsrat Rudi Stadler von den Bayerischen Staatsforsten vom Landkreis für jedes erlegte Wildschwein eine Abschussprämie von 30 Euro und zudem soll es für direkt an Tschechien angrenzende Landkreise vom Bundesland Bayern zusätzlich eine Prämie geben. In seinem Grußwort informierte Bürgermeister Reiner Gäbl im Zusammenhang mit der Schweinepest vom Anbringen einer zweiten Zaunreihe ums Wildsaugehege am Wildpark.

Bei Pflegearbeiten der Straßengehölze und beim Absägen von Bäumen durch die Gemeinde bat Gäbl die Bevölkerung um Verständnis. Aufgrund der Bewilligung der Fördermittel durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) könne noch in diesem Jahr die Passenriether Straße bis zum Anwesen Hartung saniert werden. Durch den Zusammenschluss von elf Gemeinden im östlichen Landkreis zu einem "Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts" (ILE) konnte eine höhere Förderung um zehn Prozent erreicht werden. Die Planungen für den Ausbau führt das Ingenieurbüro Weis aus Neunburg vorm Wald durch.

 
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