(gz) Die restaurierte historische Karlsbrücke schmiegt sich in das malerische Fahrbachtal und wird von Radfahrern und Wanderen gleichsam frequentiert. Mit der Investition von 25 000 Euro durch die Bayerischen Staatsforsten konnte das 110-jährige Bauwerk stabilisiert und als Überweg für den Tourismus, sowie für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr gesichert werden.
Zur Besichtigung des fertigen Bauwerks trafen sich vom Forstbetrieb Flossenbürg stellvertretender Betriebsleiter Ingo Greim, der für das Forstrevier zuständige Förster Rudolf Stadler und Servicestellenleiter Thomas Parton mit Bürgermeister Reiner Gäbl. Bei der Karlsbrücke handelt es sich nicht um die historisch bedeutsame Brücke über die Moldau in Prag, sondern um ein unscheinbar kleineres Bauwerk inmitten der Waldabteilung "Fahrbach" und unweit der tschechischen Grenze. "Unser Kapital ist die Landschaft und diese ist gediegen, breit, geduldig und solide wie die Oberpfalz", schwärmte Betriebsleiter Ingo Greim vom Forstbetrieb Flossenbürg.
Das Fahrbachtal inmitten des Waldes bezeichnete Greim als malerische Landschaft mit einer reichlichen Flora und Faune. "In diese Kulisse passe die historische Karlsbrücke bestens." Mit den Investitionen von 25 000 Euro konnten die Bayerischen Staatsforsten nicht nur das Bauwerk aus dem Jahr 1908 für die kommenden Jahrzehnte erhalten und festigen, sondern gleichzeitig den Tourismus des Marktes Eslarn fördern und die Infrastruktur verbessern. "Die Bayerischen Staatsforsten stehen zu den Werten in der Natur." Viele Radfahrer und Wanderer nutzen den ausgewiesenen Rad-Wanderweg und der neue Überweg mit dem höheren Geländer trage zur Sicherheit bei.
Ein Dank für die tadellose Bauausführung ging an die Firma Josef Hartinger Tiefbau GmbH in Kleinschwand und die Schlosserei Betz in Vohenstrauß. Nicht nur heute sorgen laut Forstamtsrat Rudi Stadler fachlich versierte Firmen verlässlich für Stabilität an Bauten, sondern auch früher bauten Handwerker trotz spärlich vorhandener Mittel feste Bauwerke wie die Brücke über den Fahrbach. Da nicht nur der Tourismus, sondern auch forstbetriebliche und landwirtschaftliche Fahrzeuge über die Brücke fahren, sei eine gewisse Tragkraft von großer Bedeutung. Der Fahrbach werde bei starken Regen auch einmal zu einem reißenden Bach, der der stabilen Brücke nichts anhaben kann, und setze den angrenzenden Waldbereich unter Wasser. Obwohl die Trockenheit für weniger Wasser sorge, regt sich im Gewässer und am Ufer reges Leben. Aufgrund der guten Wasserqualität fühlen sich Bachforelle, vereinzelt der Aal und die bekannte kleine Mühlgroppe im Fahrbach wohl. Das Fischereirecht liege laut Förster Stadler ab der Brücke bis Tschechien in den Händen der Bayerischen Staatsforsten.
Bestens gelungen bezeichnete Bürgermeister Reiner Gäbl die Sanierung der Karlsbrücke. Die Namensgebung soll laut Gäbl vom nahegelegenen tschechischen Karlsbach abgeleitet worden sein, weiteres sei nicht bekannt. Das Fahrbachtal bezeichnet das Gemeindeoberhaupt als ein wertvolles FFH-Gebiet und beeindruckende Landschaft, durch die ein ausgewiesener Rad- und Wanderweg führe und der durch eine herrliche Landschaft führe, sowie andere Orte und Landkreise verbinde. Das Fahrbachtal bilde sozusagen das Grenzgebiet zwischen Bayern und Tschechien und der unter der Brücke führende Fahrbach münde in Tschechien in den "Eisendorfer Weiher". Den lobenden Worten schloss sich auch Servicestellenleiter Thomas Parton vom Forstbetrieb Flossenbürg an und wertete die Sanierung für gelungen.
Eslarn
20.07.2018 - 08:44 Uhr
"Unser Kapital ist die Landschaft"
von Karl Ziegler
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