Als junger Mann wollte Urassa immer schon Priester werden. Aber er wusste natürlich damals noch nichts von seiner steilen Karriere. Von 1992 bis 1997 studierte er Theologie, wurde am 12. Juli 1997 zum Priester geweiht und trat dem römisch-katholischen Orden "Opus Spiritus Sancti" (OSS) bei.
Unmittelbar nach dem Eintritt wurde Pater Beatus 2003 zum Superior für die Provinz Afrika gewählt. Der Weg führte ihn nach Rom, wo er ebenfalls 2003 im Missionsauftrag der Kirche über die Spiritualität im Lichte der "redemptoris missio" promovierte. Der dritte Aufenthalt in Deutschland war vom 1. Dezember 2016 bis 28. April 2018 mit der Pfarrvikarstelle in der Eslarner Pfarrei verbunden, in der er auf dem Gebiet der Pastorale mit Pfarrer Erwin Bauer und den katholischen Organisationen hervorragend zusammenarbeitete. Seine Anwesenheit war eine menschliche, geistliche und kulturelle Bereicherung. "Diese positiven Erfahrungen werde ich in meine künftige Wirkungsstätte mitnehmen", stellte Pater Beatus damals beim Abschiednehmen fest. Er habe in der Pfarrei viel gelernt und sich in der Wahlheimat auf Zeit sehr wohl und dazugehörig gefühlt.
Der Priester aus Tansania dankte beim Abschied mit "Asante" in seiner Landessprache für das solidarische Miteinander und hofft mit "Kukutana Tena" auf ein Wiedersehen. "Ich habe in meiner Heimat von vielen freundschaftlichen Begegnungen zu erzählen" ließ der 52-Jährige wissen.
Am Sonntag, 24. Juni, machte sich der sympathische Pater über Rom nach Sumbawanga in die römisch-katholische Diözese auf den Weg. Die Weihe zum Bischof nimmt am Sonntag Erzbischof Marek Solczynski vor, der seit 25. April 2017 in Tansania vom Heiligen Vater Papst Franziskus als Apostolischer Nuntius eingesetzt ist. In Sumbawanga, in der Region Rukwa, ist Pater Beatus ab Sonntag als Bischof für 711 680 Katholiken, 23 Pfarreien, 54 Priester, 62 Ordensbrüder und 307 Ordensschwestern verantwortlich. Am Sonntag darf er zahlreiche Hände schütteln und aus der Ferne die Gratulationen aus der Eslarner Pfarrei spüren.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.