Der Umbau mit Erweiterung des Kindergartens St. Elisabeth ist laut Diplom-Ingenieur Christian Schönberger von der Schönberger Architekten- und Ingenieursgesellschaft mbH (Oberviechtach) eine komplexe Maßnahme. Der Architekt betreut das Projekt seit sechs Jahren und hat die Bauabschnitte B und C dem Marktgemeinderat in der Sitzung am Dienstag eingehend präsentiert.
„Träger der Einrichtung ist zwar die Katholische Kirchenstiftung St. Elisabeth, die Gemeinde ist aber Hauptlastträgerin“, wies Schönberger in Bezug auf die kommunale Pflichtaufgabe hin. Seinen Worten zufolge sind die weiteren Maßnahmen sowohl mit der Caritas als auch mit der Regierung der Oberpfalz und dem Kreisjugendamt Neustadt/WN abgesprochen.
Barrierefreiheit kostet Geld
„Jede Kindertageseinrichtung muss barrierefrei sein“, war einer der Hinweise Schönbergers. „Und das kostet nun mal Geld.“ Nachgewiesen seien auch Brandschutz und Fluchtwege. Während im Bauabschnitt B unter anderem Differenzierungsräume, ein Mehrzweckraum und die Toiletten enthalten seien, gehe es im Bauabschnitt C vor allem um Dämmung, Fenster und Akustik.
Die Kosten für das Gesamtprojekt der Bauschnitte A bis C einschließlich der Erstellung der Außenanlagen bezifferte der Planer auf 3,14 Millionen Euro. „Dabei haben wir alles im Detail berechnet“, betonte er. Außerdem wies er darauf hin, dass mehr Stellplätze erforderlich seien. Allein für die Bauabschnitte B und C rechnet Schönberger mit Ausgaben von 2,14 Millionen Euro. Die Umsetzung ist nach seinen Ausführungen bis Ende 2028 geplant.
84 Prozent trägt Kommune
Mit der Kirchenstiftung und auch der Kommunalaufsicht im Landratsamt Neustadt/WN besprochen ist laut Bürgermeister Thomas Kleber die Defizitvereinbarung für die Baumaßnahmen B und C plus Außenanlagen. „Wir sollten es anpacken“, meinte dazu der CSU-Fraktionssprecher Wolfgang Voit. Am Ende stand der Grundsatzbeschluss für die Aufteilung der Kosten von 84 Prozent für die Kommune und 16 Prozent für die Kirchenstiftung. Zustimmung fand auch Voits Vorschlag, dass der Bauausschuss die Baustelle besichtigen sollte. „Vielleicht fällt dem einen oder anderen ja noch etwas auf“, sagte er dazu.
Noch keine Rückmeldungen eingegangen sind nach Klebers Informationen von Diözese und Landratsamt zur vorgelegten Betriebsvereinbarung mit der Katholischen Kirchenstiftung für die Kindertageseinrichtung St. Elisabeth. Sie soll dann in der nächsten Sitzung beschlossen werden.
Überwiegend redaktionelle Hinweise sind den Worten des Bürgermeisters zufolge im Bericht über die überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen der Haushaltsjahre 2021 mit 2024 enthalten. Die Kämmerei wird dazu eine Stellungnahme ausarbeiten und dem Marktgemeinderat zur Beschlussfassung vorlegen.
Wieder Heckenschnitt möglich
Bei den Bekanntgaben aus der Sitzung vom 15. September nannte Geschäftsleiter Georg Würfl die Beauftragung eines Sanierungsberaters für das Kommunale Förderprogramm sowie die Vergabe des Auftrags für die Umrüstung der Kläranlage und der Wasserversorgung auf ein digitales Schließsystem.
„Seit dem 1. Oktober können wieder Hecken und Sträucher geschnitten werden“, ließ der Rathauschef noch wissen. Deshalb appellierte er, das im Rahmen der Sicherheit auch zu machen. Als Termin für die nächste Sitzung des Hauptausschusses nannte er den 22. Oktober. Der Bauausschuss tagt am 12. November. Die nächsten Sitzungen des Marktgemeinderats kündigte Kleber für den 10. November, 1. Dezember und 12. Januar an.



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