Eslarn
27.12.2019 - 10:56 Uhr

Krippensingspiel in der Kinderchristmette

Kinder und Jugendliche lassen in der Pfarrkirche die Herbergsuche von Maria und Josef und die Geburt Jesu in Worten, mit Gesang und Musik aufleben.

Ein sehenswertes Krippensingspiel boten zahlreiche Kinder an Heilig Abend. Bild: gz
Ein sehenswertes Krippensingspiel boten zahlreiche Kinder an Heilig Abend.

An die traditionelle Weihnachtsgeschichte von der Herbergsuche und der Geburt Jesu in Bethlehem im weihnachtlichen Wortgottesdienst erinnerten mit einem modern inszenierten Singspiel die Singspielgruppe von Manuela Klug und Eva Kleber. Begeistert verfolgten vier Generationen in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ das sehens- und hörenswerte Schauspiel.

Die 23 Mädchen und Buben hatten sich in den vergangenen Wochen als Sänger, Musiker und Schauspieler bestens auf das erstmals aufgeführte Krippensingspiel „Bethlehem ist unbequem“ vorbereitet. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen von Martina Brenner und die darstellerischen Handlungen übten Manuela Klug und Eva Kleber mit den Kindern. Das Nähen der benötigten zahlreichen Kostüme übernahm in Akkordarbeit die leidenschaftliche Schneiderin Beate Roth.

Die Kinderchristmette eröffnete der Kinderchor mit dem Lied „Ihr Kinderlein kommet“ und Pfarrer Erwin Bauer verkündete im Beisein von Pfarrvikar Bivin "Gottes Liebe ist ohne Grenzen“ und die frohe Botschaft, dass der Heiland geboren wurde. Im Anschluss erweckten die Kinder und Jugendlichen in Worten, Gesang und Instrumental mit einer bühnenreifen Inszenierung das Wunder an Weihnachten. „Wir sind mitten in Bethlehem, zu der Zeit als Kaiser Augustus alle aufrief in Ihre Stadt zu gehen, um an der Volkszählung teilzunehmen“ drehte Sprecherin Marie Hummer die Zeit insgesamt 2000 Jahre zurück. Das modern gehaltene Szenenbild zeigte eine mit Menschen belebte Stadt Bethlehem, einige über das Gedränge klagende Kinder und für Ordnung sorgende Soldaten. Im Chorgesang „Die Stadt ist voll“ spiegelte sich das Durcheinander, in das sich auch Maria (Leonie Reil) und Josef (Nico Procher) mischten. Auf Hinweis von Kindern bot in Begleitung des Liedes „Wirtsleute“ der Wirt (Elias Zelt) dem Heiligen Paar noch vor Einbruch der Dunkelheit mit den Worten „Auf unserm Feld ganz in der Näh, da steht ein Stall nicht grade schön, für eine Nacht müsst es schon gehen“ eine Schlafstätte.

Und so wurde im Stall der in Windeln gewickelte Heiland geboren. Der Chor sang „Ein Kind ist heute geboren“ und eine Schar Engel verkündeten den Hirten die frohe Botschaft und sie eilten geführt von einem hellen Stern zum Stall. „Mit diesem Kind kommt der Friede auf die Welt, Gott hat uns nicht vergessen und will uns ganz nahe sein“ freuten sich die Hirten. Auf die überlieferte Geschichte wies nach dem Gesangspiel auch Pfarrvikar Bivin im Evangelium hin und nach dem Segen wünschte Pfarrer Erwin Bauer ein besinnliches Weihnachtsfest. Zum Abschluss sangen alle wie 1818 das weltweit bekannte Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ und alle Kinder durften sich über kleine Holzengel freuen, die an die Engelsgeschichte im Advent erinnert. Ein feierliches Erlebnis für die Erwachsenen war die Christmette mit musikalischer Umrahmung durch Organistin Martina Brenner, zahlreicher Sängerinnen und Sänger.

 
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