25.10.2020 - 14:02 Uhr
EslarnOberpfalz

Lebensabend auf Gut Aiderbichl

"Heidi", "Vicky" und "Ronja" müssen nicht zum Schlachter. Die Kühe dürfen ihren Lebensabend auf Gut Aiderbichl in Eslarn verbringen.

Die drei Rinder aus Oberbayern fühlen sich auch in der Oberpfalz wohl.
von Karl ZieglerProfil

Der kleine Bauernhof bei Wolnzach mit drei Milchkühen, mehreren Hühnern und drei Katzen war einem älteren Ehepaar ans Herz gewachsen und ihr Lebensmittelpunkt. Die Kühe hörten auf die Namen "Heidi", "Vicky" und "Ronja" und waren ein fester Bestandteil der Familie.

Täglich konnten die Vierbeiner in der Freilandhaltung den idyllischen Ausblick ins Tal genießen. Im Gegenzug pflegten die Rinder beim Grasen den am Hof vorhandenen Obstgarten. An oberster Stelle bei der Viehhaltung stand bei dem Ehepaar stets das Tierwohl und die Liebe zu den Tieren.

Doch der zweite Herzinfarkt zwang den über 70-jährigen Bauern und seine Frau ein wenig kürzer zu treten und die kleine Landwirtschaft aufzugeben. "Es war körperlich einfach nicht mehr zu schaffen", stellten beide übereinstimmend fest. Den einzigen Wunsch, dass die treuen Weggefährten nicht geschlachtet werden sollen, erfüllte ihnen nach einigen Telefonaten die Aiderbichlfamilie.

Die Herzensangelegenheit konnten auf Anfrage die Verantwortlichen von Gut Aiderbichl mit der Unterbringung der Kühe in der Außenstelle von Gut-Aiderbichl in Eslarn erfüllen. Diese Meldung führte bei dem Ehepaar zu einem nicht zu beschreibenden Glücksgefühl. Nach einigen Telefonaten machte sich Verwalter Michael Meckl junior mit seinem gleichnamigen Vater von Eslarn zum Berghof nahe Wolnzach auf dem Weg.

"Der Bauernhof ist sehr sauber und jedes Tier könnte sich freuen, hier ein Zuhause zu haben", bescheinigte der Verwalter vor Ort. Für die drei Tiere waren zwei Fahrten erforderlich, so dass die Aiderbichler einen ganzen Tag opferten. Mit Tränen in den Augen verabschiedete sich das Ehepaar von ihren treuen Begleitern. Beide versprachen ihre tierischen Familienmitglieder baldmöglichst in Eslarn zu besuchen.

Geschichten von Gut Aiderbichl in Eslarn

Eslarn

Unmittelpaar nach dem Unterstellen in der Zweigstelle erkundigte sich der Landwirt telefonisch über den Zustand der Rinder. "Geht es ihnen gut? Und fressen sie?", wollte der Bauer über seine ins Herz geschlossenen Kühe wissen. "Heidi", "Vicky" und "Ronja" brauchten nicht lange, um sich in der neuen Umgebung in dem großräumigen Stall auf frischen Stroh wohl zu fühlen.

Durch den Umzug änderte sich im Freien nur die Aussicht, die Freilandhaltung, das Tierwohl und die gute Pflege blieb in der Außenstelle von Gut Aiderbichl in Eslarn gesichert. Dafür sorgen der Verwalter Michael Meckl junior, sein Vater Michael Meckl senior und ein rühriges Team.

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