Die über 20 anwesenden Kinder versammelten sich in einen Stuhlkreis und wurden im Beisein von Pfarrvikar Bivin und eines rührigen Damenteams von Pfarrer Erwin Bauer im Pfarrheim "Sankt Marien" begrüßt. Nach dem Eröffnungslied "Beginne du all meine Tage" stellten sich alle mit einer bestimmten Bewegung gegenseitig vor. Inge Werner klebte jedem ein rotes Herz mit dem Vornamen an den Pulli.
Die Mädechen und Buben lauschten der Bibellesung von Sonja Spangler, die vom Gleichnis des barmherzigen Samariters, eines der bekanntesten Erzählungen Jesu im Neuen Testament, und von der Nächstenliebe handelte. Im Rampenlicht der Geschichte stand ein verletzter Mensch, der von anderen einfach auf der Straße liegen gelassen wurde und erst durch den Samariter unterstützende Hilfe bekam. Die Kinder erfuhren von der Selbstverständlichkeit anderen Menschen und auch Mitschülern zu helfen.
"Wem habt ihr schon mal geholfen?", fragte Manuela Klug. Ein Mädchen meldete sich: "Ich hab meiner erkrankten Mutter geholfen." Andere erinnerten sich an die Hilfe ihrer Eltern bei einem Unfall, bei Verwandten und Nachbarn. "Auch Mitschülern kann man helfen", fügte Silke Singer an und erhielt vom Nachwuchs gleich einige Beispiele erzählt. Die Mütter diskutierten mit dem Nachwuchs über gute und schlechte Vorkommnisse aus der Geschichte, warum Menschen nicht helfen wollen oder können. "Vermutlich fühlte sich der Mann nicht wohl, schämte sich oder hatte einfach Angst zum Helfen", begründeten die Kinder. "Geh und handele genauso wie der Samariter", zitierte Spangler einen Spruch von Jesus aus der Bibel.
Die tiefsinnige Passage beleuchteten die Betreuerinnen mit spannenden und lehrreichen Spielen und einem mit Kreide vorgezeichneten steinigen Weg. "Auch Jesus hat in der Bibel über einen gefährlichen Weg erzählt." Beim Nachspielen der Szene symbolisierten die Kinder mit einer Handtrommel die Schritte des Esels und die beim Gehen verursachten Geräusche mit dem Aneinanderreiben von Steinen und Holzstäben, mit Rasseln und einer Triangel. Mit dem Blasen auf die Kante von Blättern wurde zudem auf den Wind hingewiesen.
"Wo Menschen, wie der barmherzige Samariter handeln, nicht an der Not anderer vorüber gehen, sondern anpacken, helfen, für den anderen da sind, da ist es schön, da blüht Leben auf" beschrieb Sonja Spangler. Der abwechslungsreiche und vor allem lehrreiche Bibeltag endete mit verschiedenen Gruppenarbeiten, Spielen und einem Wortgottesdienst. Ein rühriges Damenteam um Pfarrgemeinderatsvorsitzende Agnes Härtl bereitete in der Küche einen gesunden Snack aus verschiedenen Früchten vor. Passend zum Obstbüfett hatte der stellvertretende Vorsitzende Georg Bauer (Schlaffer) leckeren Apfel-Birnen-Saft gespendet.













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