Bei der Großbaustelle "Tillyplatz" geht es voran, doch nicht alle Eslarner zeigen sich mit den Baumaßnahmen einverstanden. Bis auf einige Teilbereiche sind die Pflasterarbeiten an den Gehwegen und im Einmündungsbereich der Ludwig-Müller-Straße sowie am großen Platz zwischen Ludwig-Müller-Straße und der Schulhausstraße abgeschlossen. Entlang des Tillyplatzes gibt es nun Einbuchtungen für parkende Autos. Zudem sind an einigen Stellen Öffnungen für Anpflanzungen vorhanden. Viele Eslarner sehen in der verengten Staatsstraße den Vorteil, dass der Verkehr beruhigt und die Sicherheit der Fußgänger dank der größeren Freifläche erhöht wurde. Andere kritisieren, dass Großfahrzeuge nun noch mehr Abgase verursachten als zuvor, weil sie aufgrund der verengten Fahrbahn auf die Seitenstreifen ausweichen und den entgegenkommenden Verkehr abwarten müssten.
Anwohner Josef Meckl zeigt sich besonders unzufrieden. Er hat an der Fassade seines Hauses einen Riss entdeckt, der durch die Erschütterungen einer Rüttelmaschine verursacht worden seien. "An diesen Tagen haben im Haus sogar die Gläser gewackelt." Darüber hinaus fürchtet er weitere Schäden. Bürgermeister Reiner Gäbl stellt klar: "Falls durch die Baumaßnahme Schäden am Privatbesitz entstehen, werden diese selbstverständlich behoben. Das war auch im Schellenbach so." Zur Beweissicherung seien im Gebiet der Baustelle liegende Gebäude bereits vor Baubeginn besichtigt worden. Die Maßnahmen an den Grundstücken hinsichtlich der Anschlüsse für Wasser, Kanal, Breitbandkabel, sowie an den Einfahrten, Gehwegen und Hauseingängen seien vorab mit den Anliegern abgestimmt und entsprechend dem aktuellen Stand der Technik ausgeführt worden.
Zusätzlich zu dem Riss in der Fassade entdeckte Meckl einen zwei bis drei Zentimeter breiten Spalt zwischen Hausmauer und Steinfliesen. Diese hatten die Arbeiter angebracht, um den neu gepflasterten Gehweg zum Haus hin abzuschließen. Meckl erklärt: "In den verbleibenden Spalt dringt Wasser ein und bei Frost sprengt es an den Stellen den Außenputz von der Mauer." Um Nachbesserungen habe er vergeblich gebeten. Auch sein Vorschlag, über der Öffnung zum Abfluss des Regenwassers ein kleines Blechdach anzubringen, sei laut Bürgermeister aus Kostengründen nicht möglich. "Bautechnisch ist dies so in Ordnung", erklärte dieser auf Anfrage und bezog sich dabei auf die zuständige Architektin. "Technisch nicht nachvollziehbare Wünsche können nicht erfüllt werden, weil unter anderem die Regierung als Fördergeber widersprechen würde und die Verwendung öffentlicher Gelder das nicht rechtfertigt." Mit dieser Aussage will sich Meckl jedoch nicht abfinden und fordert weiterhin eine einvernehmliche Lösung.














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