Eslarn
03.06.2026 - 19:57 Uhr

Marktgemeinderat Eslarn genehmigt Kita-Abrechnung und diskutiert Kegelanlage

Der Marktgemeinderat genehmigt die korrigierte Betriebskostenabrechnung der Kita St. Elisabeth, senkt damit den Anteil des Marktes und unterstützt das Kegelprojekt mit einer Bürgschaft von 50.000 Euro.

Die Betriebskostenabrechnung 2025 der Kindertagesstätte St. Elisabeth war Thema im Marktgemeinderat. Bild: pi
Die Betriebskostenabrechnung 2025 der Kindertagesstätte St. Elisabeth war Thema im Marktgemeinderat.

Der Marktgemeinderat Eslarn hat in der Sitzung am Dienstag die Betriebskostenabrechnung der Katholischen Kindertagesstätte St.-Elisabeth genehmigt, allerdings mit dem von der Verwaltung korrigierten Saldo von minus 65.786,50 Euro. Vorgelegt worden war von Seiten des Trägers eine Abrechnung mit Gesamteinnahmen von 893.700,64 Euro und Ausgaben von 968.677,88 Euro sowie einem Saldo von minus 74.977,24 Euro.

Keine Einwände hatte der Marktgemeinderat gegen die vorgelegten erheblichen über- und außerplanmäßigen Ausgaben im Zuge der Jahresrechnung 2025. Laut Kleber waren das im Verwaltungshaushalt 110.247,47 Euro und im Vermögenshaushalt 379.772,70 Euro. „Sie waren unabweisbar, ihre Deckung war durch Mehreinnahmen und Minderausgaben gewährleistet“, zitierte der Bürgermeister aus der Stellungnahme der Kämmerei.

Laut Bürgermeister Thomas Kleber hat die Kämmerei bei der Prüfung festgestellt, dass in der Abrechnung Vorauszahlungen auf den Verbesserungsbeitrag für die Entwässerungseinrichtung und ein weitergeleiteter Zuschuss zum Entwässerungsbeitrag der Diözese enthalten sind. „Unserer Meinung nach sind Verbesserungs- und Erneuerungsbeiträge nicht bei den Betriebskosten zu berücksichtigen“, sagte er dazu.

Saldo wird korrigiert

So sahen es auch alle Ratsmitglieder. Ohne Diskussion stimmten sie der Abrechnung mit dem korrigierten Saldo zu. Das Ergebnis: Der 80-prozentige Anteil des Marktes verringert sich von 59.981,79 Euro auf 52.629,20 Euro, die Schlusszahlung von 23.919,73 Euro auf 16.567,14 Euro.

Für Gesprächsbedarf im Kommunalgremium sorgte dagegen der Antrag des Kegelclubs „Eintracht Eslarn“ auf Erhöhung der Fördersumme oder Übernahme einer Bürgschaft zum Projekt „Sanierung und Umbau der Kegelanlage“. Dazu wies der Bürgermeister auf die Senkung der Förderquote des Bayerischen Landesportverbands (BLSV) für die Sanierung von Sportstätten von 55 auf 25 Prozent sowie auf den im Dezember 2025 gewährten Zuschuss von 25.000 Euro hin.

Markt übernimmt Bürgschaft

Für ein Entgegenkommen sprach sich zwar Wolfgang Voit (CSU) aus, eine Erhöhung der Fördersumme bezeichnete er aber als unfair gegenüber anderen Vereinen. „Wir sehen es ähnlich“, sagte Christian Schmucker (SPD). „Die 25.000 Euro sind ausreichend.“ Das war auch im Sinne von Bernd Reil (FWG) und Alexander Zimmermann (AfD). Am Ende stand das einstimmige Votum: eine Bürgschaft für eine Kreditaufnahme bis 50.000 Euro zu übernehmen und das Nutzungsrecht zu erweitern.

Einvernehmen für Bauanträge

Keine Stellungnahmen gab es zu den vorliegenden Bauanträgen. Das galt bereits für die Sanierung und Wiedernutzung des denkmalgeschützten Hakenhofes mit Umnutzung des Stadels sowie für den Neubau eines Kamins und einer Remise mit Garagennutzung. Das gemeindliche Einvernehmen erteilten die Ratsmitglieder auch zum Antrag auf Vorbescheid für den Neubau einer Unterstellhalle, zum Umbau und Teilabbruch des bestehenden Wohnhauses sowie zur Erweiterung eines Einfamilienwohnhauses durch einen Anbau in Holzrahmenbauweise und eine Garage mit Unterkellerung, alle in der Gemarkung Eslarn.

Bei den Bekanntgaben lud Kleber zur Teilnahme an den Feierlichkeiten zu Fronleichnam am Sonntag, 7. Juni, mit dem Weckruf um 6 Uhr ein und machte Werbung für das Imkerfest am 28. Juni. Außerdem wies er auf die Besichtigung gemeindlicher Einrichtungen durch den Marktgemeinderat hin.

Raststation zum Teil vermüllt

„Die Raststation hat eine halbe Million Euro gekostet“, sagte Georg Zierer (SPD) und hat kein Verständnis, „dass hier immer wieder randaliert wird“. Schließlich sei die Anlage für alle da und sollte entsprechend behandelt werden. Nach Ansicht von Wolfgang Voit sollte man deshalb eine Videoüberwachung nicht aus den Augen verlieren.

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