10.05.2019 - 11:53 Uhr
EslarnOberpfalz

"Maßnahme gegen mein Anwesen"

Der Eslarner Marktgemeinderat ist sich einig: Das Anwesen Zach wird durch die Neugestaltung des Kriegerdenkmals am Tillyplatz nicht verdeckt. Theresia Zach spricht in einer Eingabe an den Rat von einer „Maßnahme gegen mein Anwesen“.

Das Kriegerdenkmal soll bei der Neugestaltung des Tillyplatzes etwas höher werden. Die Familie Zach befürchtet, ihr Geschäftshaus ist dann von der Hauptstraße aus nicht mehr zu sehen.
von Gabi EichlProfil

Theresia Zach bezieht sich auf eine Versammlung der Anlieger des Tillyplatzes im März wenige Tage vor Beginn der Bauarbeiten, von der ihr Sohn Michael mit nach Hause brachte, dass das Kriegerdenkmal so versetzt und erhöht werden solle, dass das inzwischen 80-jährige Geschäftshaus der Zachs von der Hauptstraße aus verdeckt werde. Sie kündigt an, sich an die Architekten zu wenden, „damit ich bei diesen nachfragen kann, auf wessen erhabener Geistesleistung eine solche Maßnahme gegen mein Anwesen beruht“. Und sie unterstellt, dass gleichzeitig „Parteifreunden der SPD“ zur Verbesserung des Nutzwertes des neuen AWO-Tagespflegezentrums ein „kleiner Hofgarten“ und eine gepflasterte Freifläche für Feste „spendiert“ werden solle. Sollte die AWO tatsächlich die Freifläche bekommen, werde sie das durch entsprechende Wettbewerbsstellen überprüfen lassen, denn ein solches Entgegenkommen gegenüber einem privatwirtschaftlichen Betrieb sei „höchst fragwürdig“.

Bürgermeister Reiner Gäbl verweist in der Stellungnahme zur Eingabe Zachs auf die zu jeder Zeit öffentliche Planung des Vorhabens in den vergangenen fünf Jahren. Die Pläne seien öffentlich im Gemeinderat beraten und in einer Bürgerversammlung vorgestellt worden, es sei vielfach in den Medien berichtet worden. Das Landratsamt habe die Neugestaltung des Kriegerdenkmals abgesegnet, ebenso die Regierung der Oberpfalz.

Die Jahresrechnung 2018 mit erheblichen über- und außerplanmäßigen Ausgaben hat der Gemeinderat übereinstimmend gebilligt. Im Verwaltungshaushalt waren es knapp 82.500 Euro mehr, im Vermögenshaushalt nicht ganz 124.600 Euro. Die Deckung sei durch Mehreinnahmen und Minderausgaben gewährleistet, sagte Kämmerer Roland Helm.

Zuschuss für Kegelbahnen

Dem SKC Eintracht Eslarn 1971 gewährt der Gemeinderat einen Zuschuss in Höhe von 11.000 Euro zur Erneuerung der Kegelbahnen, der in zwei Teilen heuer und nächstes Jahr ausgezahlt wird. Nach Angaben des Kegelclubs wird die Erneuerung insgesamt etwa 23.500 Euro kosten. Gäbl sagte: „Dass wir eine Bahn haben, die sich 'Sie' schreibt, wissen wir ja.“

Von verschiedenen redaktionellen Änderungen in der Fortschreibung des Regionalplans Oberpfalz-Nord nimmt der Gemeinderat ohne Kommentar Kenntnis. Laut Gäbl sind die Änderungen, die den Markt Eslarn betreffen, durchwegs positiv. Der Markt wird demnach als Grundzentrum genannt, also als zentraler Ort der Grundversorgung. Außerdem sollen laut Regionalplan die bestehenden Musikschulen und ausgebildeten Musikvereine gestärkt werden.

Sein Einvernehmen hat der Gemeinderat einem Bauantrag auf Erweiterung einer landwirtschaftlich genutzten Lager- und Unterstellhalle im Ortsteil Hasenbühl erteilt. Im Rahmen des Ausbaus der Staatsstraße 2154 Eslarn-Waidhaus hat die Firma Metallbau Hierold die Asphaltierung des bisherigen Böschungsbereichs der Staatsstraße auf eigene Kosten beantragt, um dadurch eine bessere Zufahrt zum Betriebsgelände zu haben. Dem Antrag wurde stattgegeben. Die Erlaubnis für den Bau einer Raubettmulde sowie Geh- und Fahrtrecht auf Flst.Nr. 667 im selben Zusammenhang hat der Marktrat in den Bauausschuss verwiesen.

Wieder Ganztagsgruppen

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass wieder zwei Gruppen für den offenen Ganztag an der Grundschule angemeldet wurden. „Wir sind die einzige Schule weit und breit in dieser Größe mit einem solchen Angebot.“

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