Der Marktrat befürwortet das Leader-Projekt „Wasser- und Spiellandschaft Atzmannsee“. Laut Planung und Kostenermittlung ist mit 410.500 Euro zu rechnen. Die Finanzierung gewährleistet der Markt als Projektträger. Er stellt sicher, dass die Nutzung, der Unterhalt und der Betrieb des LEADER-Projekts während der Zweckbindungsfrist gewährleistet sind. Für den Eigenanteil stellt der Markt 210.500 Euro zur Verfügung. Diesem Beschlussvorschlag stimmten in der Sitzung elf Gremiumsmitglieder zu, drei sagten Nein.
Vorausgegangen war eine Power-Point-Präsentation von Landschaftsarchitekt Eugen Schimmel aus Windischeschenbach, der das Vorhaben ausführlich darstellte. Dazu kamen einige Anregungen aus dem Gremium.
Marktrat Siegfried Wild wünscht sich einen Sandkasten. Der könne jederzeit angelegt werden, so Schimmel. Aber nicht in der Nähe des Wassers. Wolfgang Voit stellt sich eine Nutzung der Spiellandschaft auch außerhalb der Badesaison, also ganzjährig, vor. Eduard Forster brachte erneut den Kurpark als Standort für die Bade- und Spiellandschaft ins Gespräch. Bürgermeister Reiner Gäbl erklärte, dass bei einer Umfrage im Markt der Atzmannsee die meiste Zustimmung für diese Projekt erhielt. Die Ortsmitte sei dafür nicht zwingend notwendig, meinte der Gemeindechef. Er verwies auf das Schätzlerbad Weiden, das ebenfalls außerhalb des Zentrums liegt. "Wichtig ist eine stimmiges Gesamtkonzept."
Bei einem weiteren Termin in der Grundschule will Schimmel mit n Eltern und den Kindern als Experten sprechen, um deren Vorstellungen aufzunehmen. Aus seiner Erfahrung weiß der Landschaftsarchitekt aber auch, dass ein Vorhaben noch nie deckungsgleich mit dem Entwurf beendet wurde.
Einstimmig sprach sich der Marktgemeinderat zur Teilnahme an der Kinderferienbetreuung von „Learning Campus“ mit dem Standort Waidhaus aus. Maximal drei Wochen wird dort Kindern zwischen 5 und 15 Jahren Unterhaltung geboten. Die Kosten belaufen sich auf jeweils 65 Euro pro Kind für die Eltern und den Markt Eslarn.
Das Gebiet entlang der ehemaligen Bahntrasse mit dem Bahnhof ist im Flächennutzungsplan als Gewerbegebiet und als Mischgebiet ausgewiesen. Für dieses Gebiet soll jetzt der Flächenutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Zur Sicherung der Planung hat der Marktgemeinderat einstimmig eine Veränderungssperre beschlossen.
Kämmerer Roland Helm stellte den ersten Entwurf des Haushaltsplanes 2020 vor, der mit seiner Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 771.900 Euro eine gute Basis für Investitionen darstellt. Jetzt muss laut Roland Helm noch die Höhe der Schlüsselzuweisungen abgewartet werden, um den Haushaltsplan gänzlich zu erstellen. Bürgermeister Gäbl votierte dafür, den Haushalt noch vor der Kommunalwahl im März zu beschließen. Das neue Gremium könnte Änderungen in einen Nachtragshaushalt einbringen. Kämmerer Helm gab als Ziel aus, den Haushalt in der Februar-Sitzung zu verabschieden.
Der 1889 gegründete „Eslarner Heimatverein in Nürnberg“ hat sich aufgelöst, informierte Gäbl. Das entsprechende Schreiben des Heimatvereins trägt das Datum 24. November 2019. Daraus ist zu entnehmen, dass viele der Mitglieder zwischen 80 und 90 Jahre alt und nicht mehr in der Lage sind am Vereinsgeschehen teilzunehmen. Seitens der Mitglieder habe es keine Zustimmung zum weiteren Erhalt des Vereins gegeben, heißt es in dem Schreiben. Das bescheidene Barvermögen wollen die „Eslarner aus Nürnberg“ dem örtlichen Kindergarten spenden.
Der Markt hat sich als „Marktplatz der Generationen“, bei einem Projekt des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales beworben. Ziel ist es, die Lebensbedingungen so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen und Wünschen älterer Menschen entsprechen. Die Gemeinden sind gefordert, auf ihre Situation zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.
Über den Verein „Bürger & Polizei – Partner für Sicherheit e.V. Vohenstrauß“ bestellt der Markt zwei Temposys-Meßeinrichtungen. Pro Messgerät ist laut Bürgermeister Reiner Gäbl mit Kosten in Höhe von 400 Euro zu rechnen. Bereits terminiert ist die Bürgerversammlung für den 21. Januar 2020.












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