In den vergangenen Wochen sei in der Bevölkerung sehr viel über die Tauben diskutiert worden, sagte Bürgermeister Reiner Gäbl in der Gemeinderatssitzung. Angefangen habe alles in einem offenen Dachgeschoss, in dem sich die ersten Paare rasch vermehrt hätten. Inzwischen handle es sich um mehr als hundert Vögel. Der einstige Brutplatz sei ihnen zwar inzwischen verwehrt, aber die sehr standorttreuen Tiere suchten sich nun in unmittelbarer Nähe Quartiere.
Tötung ausgeschlossen
Das Töten der Vögel sei ausgeschlossen, sagte Gäbl, das verbiete das Tierschutzgesetz. Man dürfe sie allenfalls vertreiben, zum Beispiel mit Hilfe von Falknern oder Hindernissen an Dachrinnen, oder den Bestand verringern, indem man den Tieren Gipseier unterjuble. All das sei jedoch erst möglich, wenn der Gemeinderat eine entsprechende Verordnung erlasse. Die vorgelegte Mustersatzung gefiel nicht jedem Gemeinderat, weshalb diese nun auf den Markt angepasst und in der nächsten Sitzung noch einmal vorgelegt wird.
Eduard Forster (FWG) zeigte sich überzeugt, dass das Problem sich über den Winter löse, wenn die Vögel keine Unterschlupfmöglichkeiten mehr fänden. Die Bevölkerung sei entsprechend zu sensibilisieren, auf dass auch jeder Schuppen tauben-dicht gemacht werde.
Keine Einwände hatte der Gemeinderat gegen den Bauantrag der Firma BaS Kunststoff-Verarbeitung GmbH, die eine geschlossene Unterstellhalle für Stahl-Gitterboxen errichten will. Dasselbe gilt für den Antrag der Firma Autoservice Distner auf Erweiterung des bestehenden Betriebes.
Ja zur ILE Naturparkland
Wie schon eine Reihe anderer Gemeinden aus dem östlichen Landkreis, die zu der früheren Tourismus-Gemeinschaft „Elf Freunde“ gehören, wird sich Eslarn der geplanten ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) Naturparkland anschließen. Die Naturparkgemeinden haben den Worten Gäbls zufolge bisher schon sehr effektiv zusammengearbeitet.
Ebenso bemüht sich die Gemeinde um Fördermittel aus dem Programm „Innen vor Außen“, das auf die Wiederbelebung der Ortskerne zielt; im nichtöffentlichen Sitzungsteil wurde ein Architekturbüro mit der Erarbeitung der Anträge beauftragt.












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