08.07.2020 - 13:55 Uhr
EslarnOberpfalz

Viele Hürden zu Tempo 30

„Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ – so lässt sich die Entscheidung des Marktrates Eslarn beschreiben. Der Antrag einer Anwohnerin auf Einführung einer Tempo-30-Zone in der Straße „Sandweg“ ist nun von Messergebnissen abhängig.

Die Straße "Sandweg" ist nur einseitig bebaut (rechts). Auf der linken Seite grenzen landwirtschaftlich genutzte Flächen an. Ein Problem laut Verwaltung, weil sich hier kein "Zonenbewusstsein" entwickelt.
von Walter BeyerleinProfil

Die Anwohnerin, deren Name in der Sitzung des Marktrates am Dienstagabend in der Alten Turnhalle der Grundschule nicht genannt wurde, beklagt die Nichteinhaltung der vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit, den fehlenden Fußweg, der dazu zwinge auf der Straße zu gehen, was wiederum für Kinder gefährlich ist, und außerdem die Nichtbeachtung der „Rechts vor Links-Regelung“.

Laut Stellungnahme der Verwaltung kann eine Tempo-30-Zone angeordnet werden, wenn eine hohe Fußgänger- und Fahrraddichte sowie ein hoher Querungsbedarf feststellbar ist. Die Verwaltung macht in deutlich, dass allein die Einführung einer Tempo-30-Zone nicht zur Reduzierung der Geschwindigkeit führt. Hier stelle sich ohnehin die Frage nach der Überwachung.

Nützliche Tempo-Sys-Geräte

Kirchenthumbach

In der Sandstraße ist nur eine einseitige Bebauung vorhanden, was laut Verwaltung dazu führt, dass sich kein „Zonenbewusststein“ entwickeln wird. Ohne bauliche Veränderung sei nicht anzunehmen, dass die Geschwindigkeiten verringert werden, heißt es weiter. Um allen Anwohnern gerecht zu werden, müssten auch die Büchelberger Straße und die Steinbodenstraße in die Tempo-30-Zone integriert werden.

Bürgermeister Reiner Gäbl nannte zunächst die Ablehnung des Antrages oder einen Ortstermin mit der PI Vohenstrauß als mögliche Alternativen für eine Entscheidung. Nach dem Hinweis von Siegfried Wild (SPD) auf die Tempo-Sys-Geräte, einigte sich das Gremium einstimmig, das Ergebnis von Messungen mit dieser Technik abzuwarten und daraus die Entscheidung zu fällen.

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