25.05.2020 - 12:17 Uhr
EslarnOberpfalz

Vier Jungstörche wachsen in Eslarn auf

Seit rund vier Wochen ziehen Storcheneltern in der Marktgemeinde ihre vier Jungen groß. "Storchenvater" Hubert G. Schmid aus Pleystein freut sich darüber wohl am meisten.

Die vier Jungstörche gedeihen prächtig. Die Eltern haben mit der Futtersuche viel zu tun, um die hungrigen Schnäbel zu füllen.
von Elisabeth DobmayerProfil

In der Marktgemeinde gibt es seit 1. Mai Jungstörche. Zuerst war „Storchenvater“ Hubert G. Schmid aus Pleystein nicht klar, wie viele Junge es wohl im Nest sein werden. Der Horst ist nicht gut einsehbar und die Nestmulde recht tief. Allerdings haben sich die Storcheneltern viel vorgenommen, denn sie haben heuer vier Junge, die sie großziehen. Zuletzt gab es dies in Eslarn vor acht Jahren.

„Es ist nicht mehr das gleiche Storchenpaar wie 2012“, weiß Schmid aus seinen Aufzeichnungen. Die jetzige Störchin kam erstmals als Dreijährige im Jahr 2017 nach Eslarn. Sie trägt einen Markierungsring und stammt als Jungvogel aus Waltershausen bei Gotha in Thüringen. „Der männliche Storch ist sicher auch nicht mehr der aus dem Jahr 2012“, mutmaßt der Storchenexperte. Das Paar hatte bereits vor drei Jahren ein Junges, das die Aufzucht jedoch nicht überlebte. Ein Jahr später zog das gefiederte Pärchen dann drei Junge groß. Im vergangenen Jahr brüteten die Vögel zunächst auch drei Junge aus, doch eines davon überlebte ebenfalls nicht. Die beiden Übrigen waren schon recht groß, als ein Gänsegeier eines der Jungen tötete und auffraß. „Eines ist dann schließlich noch gesund ausgeflogen“, freut sich Schmid noch heute.

Viele Leute informieren sich auf der Website von Hubert G. Schmid über die Störche in Eslarn und Pleystein. Der Horst in Waidhaus ist im dritten Jahr verwaist. „Zwar fliegen Gruppen von jüngeren Störchen immer wieder Pleystein oder Eslarn an. Diese Störche sind jedoch noch nicht geschlechtsreif. Sie werden sich möglicherweise im nächsten Jahr einen Horst suchen. Waidhaus wäre frei“, meinte Schmid, der die Horste in Pleystein, Eslarn und Waidhaus dokumentiert.

Seit Rudi Theiß aus Hagendorf verstorben ist, übernimmt Schmid ebenfalls für Waidhaus die Betreuung für den Landesbund für Vogelschutz (LBV). Bei der Betreuung des Weißstorchs ist vor allem für einen intakten Horst zu sorgen sowie die Besetzung und den Bruterfolg zu melden, informierte Schmid.

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