07.08.2019 - 12:41 Uhr
EslarnOberpfalz

Wiese wird Baugebiet

Der Eslarner Marktrat segnet den Bebauungsplan für das Areal "Tulpenweg" ab. Damit können nun Grundstücke im Ort genutzt werden.

Die noch bestehende Grünfläche wird das Baugebiet "Tulpenweg". Auf der rechten Seite, angrenzend an den vorhandenen Hang, wird die Erschließungsstraße gebaut und nach jetzigem Stand als Einbahnstraße von Süden (unterer Bildrand) nach Norden (oberer Bildrand) ausgewiesen.
von Walter BeyerleinProfil

Der Markt leistet mit der Aufstellung des Bebauungsplans mit integrierter Grünordnung für das Baugebiet „Tulpenweg“ einen wesentlichen Beitrag zur Innenverdichtung und zur Nutzung unbebauter Grundstücke im innerörtlichen Bereich. Die Möglichkeit dazu gab der länger zurückliegende Erwerb des betreffenden Baugrundstücks am Tulpenweg.

Aus der einstigen Wiese am Tulpenweg werden damit vier Bauparzellen in „schönster unverbaubarer Lage Eslarns“, sagte Bürgermeister Reiner Gäbl. Mit der durch einen Grünstreifen sichtbaren Abtrennung zur Singerstraße werde aus dem Areal mit seinen Parzellen mit einer Größe zwischen 600 und 700 Quadratmeter ein „isoliertes Baugebiet“. Hinsichtlich der Straßenführung ist gedacht, die Grundstücke mit einer Einbahnstraße von Süden nach Norden zu erschließen. Damit sei keine „so üppige“ Straßenbreite notwendig, betonte das Marktoberhaupt. Dennoch könne der Winterdienst problemlos durchgeführt werden.

Die Geschichte des Baugebiets geht ins Jahr 2017 zurück. Damals beschloss der Marktrat die Aufstellung eines Bebauungsplans, um die rechtlichen Voraussetzungen die die Herstellung der Erschließungsanlage Tulpenweg zu schaffen. Damals wurden dem Gremium auch verschiedene Planungsalternativen vorgestellt. Ein Ingenieurbüro aus Neunburg vorm Wald hat vor knapp drei Wochen den Plan erstellt, der nun der Entscheidung zugrunde lag.

Einstimmig beschloss der Marktrat, für das dargestellte Gebiet einen Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren aufzustellen. Damit ist der Verzicht auf eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Umweltprüfung verbunden. Die Unterrichtung der Öffentlichkeit erfolgt durch Planauslage im Rathaus mit Gelegenheit zur Äußerung. Gleichzeitig werden auch die Träger öffentlicher Belange beteiligt. Dann entscheide sich laut Gäbl auch, ob die Einbahnstraßenregelung beibehalten oder eine Richtungsänderung empfohlen wird. Ebenfalls stünde dann zur Debatte, ob die Einbahnstraßenregelung von Süden her kommend mehr ins Baugebiet hineinverlegt wird. In diesem Fall sah der Rathauschef die Notwendigkeit, am Beginn des Tulpenwegs einen Wendehammer anzulegen, was wiederum einen Grundstückserwerb von privater Seite notwendig machen würde.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.