Eslarn
20.04.2020 - 10:26 Uhr

Zeit für Gartenarbeit

Die auferlegte Zwangspause wegen Corona nutzen viele zu Arbeiten im Garten und am Haus.

Die Gartenabfälle türmen sich am Klärwerk. Bild: gz
Die Gartenabfälle türmen sich am Klärwerk.

Das Frühlingserwachen und der herrliche Sonnenschein, aber vor allem der auferlegte Corona-Zwang, zu Hause bleiben zu müssen, lockt viele in den Garten. Allerdings gelten auch dort die Kontaktbeschränkungen und das Abstandhalten.

Es werden Bäume geschnitten und teilweise, falls überhaupt schon notwendig, der Rasen gemäht und vertikutiert. Vor allem die Stauden brauchen einen dringenden Schnitt aufgrund der abgestorbenen Teile. Für die Hecken und lebenden Zäune ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nur der Form- und Pflegeschnitt, jedoch kein Rückschnitt erlaubt. Die Vorschrift dient dem Vogelschutz, denn die Tiere suchen im Frühjahr nach Brutplätzen und diese finden sie zum Nestbau in Hecken und Büschen.

Ein Beleg für diese Aktivitäten im Garten sind die hohen Mengen an gesammelten Grüngutabfällen am Klärwerk, wo auch Container für Gläser und Blech aufgestellt sind. Dort weist die Gemeinde auf einem Schild auf die Ermäßigung bei Eigenkompostierung hin, wonach diese Antragsteller nur sperrige Gartenabfälle wie Äste und Sträucher und keinen Rasenschnitt sowie kein Laub anliefern dürfen. Dagegen sind gewerbliche Anlieferungen überhaupt nicht gestattet. Da aus den Gartenabfällen die Kompostwerke einen Qualitätsgütekompost herstellen, dürften keine Kunststoffbeutel und Zigarettenkippen, kein Kehricht und Sägemehl, aber auch kein Holzmaterial angeliefert werden. Diese würden die Qualität des Kompostes verschlechtern, der zum Pflanzen verwendet werden soll. Wer zu Hause einen Kompost angelegt hat, kann dieses „Gold des Gärtners“ selbst herstellen und die wertvolle Humuserde kostenlos im Garten einsetzen.

 
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