Etsdorf bei Freudenberg
24.08.2026 - 09:16 Uhr

Etsdorf feiert Wirtskirwa mit neun Kirwapaaren

Weiß-blau strahlte der Himmel, weiß-blau flatterten die Bänder am Baum: Etsdorf feierte an diesem Wochenende seine Kirwa. Höhepunkt war am Sonntagnachmittag das Austanzen des Kirwabaumes.

Zur Wirtskirwa hatte die Wirtsfamilie Delling gemeinsam mit den Kirwapaaren eingeladen. Nicht umsonst: Aus nah und fern strömten die Gäste in Scharen zum Festplatz. Schon am Samstag ging es los, als vor dem Gasthaus „Zum Steinköppl“ der Kirwabaum geschmückt und aufgestellt wurde. Die Musikgruppe „Wöidarawöll“ spielte am ersten Kirwa-Abend im Bierzelt. Am Sonntagnachmittag scharten sich zahlreiche Zuschauer um den Tanzboden, der um den Kirwabaum herum aufgebaut war. Sie verfolgten das traditionelle Austanzen des Kirwabaumes. Zuerst waren die Kinder dran. Voller Freude marschierten sie um den Baum und zeigten den Gästen die Tänze, die sie zur Sternpolka, zum Jägermarsch und zur Ennstaler Polka gelernt hatten.

Dann folgten die „Großen“: Neun Kirwapaare tanzten in diesem Jahr den Baum aus – unter anderem mit der Stern- und der Kreuzpolka. Wie es der Brauch ist, sangen die Mädchen und Burschen auch "Gstanzln". Die Anwohner, die sich über den Lärm auf der Kirwa beschweren, bekamen dabei genauso ihr Fett weg wie zum Beispiel die Oberlandler. Weil Schleißdorf jetzt ans Internet angeschlossen worden sei, seien wohl einige Brieftauben arbeitslos geworden, hieß es. Bei einem Walzer wurde das neue Oberkirwapaar gekürt: Hannah und Sebi hatten den Strauß in der Hand, als die Musik aufhörte zu spielen. Für den Zwiefachen, den sie anschließend tanzen durften, erhielten sie viel Applaus.

Das Fest ging weiter mit Kaffee und Kuchen sowie musikalischer Unterhaltung durch die Gruppe „Royal“. Am Montag stand das Kirwabärtreiben auf dem Programm. Den ganzen Tag über zogen die Kirwapaare durch das Dorf, kehrten bei verschiedenen Anwesen ein und hielten, wenn nötig, auch den Verkehr auf. Für den Abend wurden die „Stockerholzer Boum“ engagiert, um zum Ausklang des Fests noch einmal für Stimmung zu sorgen.

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