Etzelwang
12.07.2019 - 12:36 Uhr

Historisches Wissen am Leben erhalten

30 Meter einer verfallenen Trockenmauer aus Schwammkalksteinen werden derzeit im Lehental restauriert.

Mehrere Samstag verbringen die Kursteilnehmer an einer Trockenmauer im Lehental. Bild: Robert Giersch
Mehrere Samstag verbringen die Kursteilnehmer an einer Trockenmauer im Lehental.

Seit einigen Wochen läuft im Lehental ein Kurs im Trockenmauerbau. Die Teilnehmer aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach und dem Nürnberger Land haben eine etwa 30 Meter lange historische Trockenmauer schon großteils wiederhergestellt. Am Samstag, 20. Juli, wollen sie ihre Arbeit zu Ende bringen. Die Restaurierung der verfallenen Mauer aus Schwammkalksteinen leitet der 75-jährige Landschaftsbauer Klaus Kuster. Organisiert hat den Kurs Bauhistoriker Robert Giersch von der Forschungsgemeinschaft Kulturraumentwicklung. Sie will historisches und ökologisch bedeutsames Gebrauchswissen, das nur noch von wenigen Könnern beherrscht wird, am Leben erhalten.

In einer Pressemitteilung schreibt die Forschungsgemeinschaft Kulturraumentwicklung über ihr Anliegen: "Trockenmauern prägen seit Jahrhunderten die Albhänge. Trotz ihrer besonderen ökologischen und kulturhistorischen Bedeutung sind sie seit Jahrzehnten dem Verfall preisgegeben. Um Erosion zu verhindern und das Kleinklima zu verbessern, hat man die Jurasteilhänge wohl bereits beim mittelalterlichen Landesausbau mit Trockenmauern terrassiert. Moderne Trockenmauern sind jedoch selten gelungen, zu allem Überfluss meist mit Kunststofffolien verbaut. Der Kurs soll das Wissen um eine nachhaltige und vor allem authentisch-traditionelle Erneuerung vermitteln."

 
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