01.09.2019 - 13:58 Uhr
EtzelwangOberpfalz

Seniorenbeauftragte erkunden Bedarf in Neukirchen und Etzelwang

Nach wie vor läuft eine Fragebogenaktion, wo die Generation Ü 65 der Schuh drückt. Derweil nehmen die geplanten Mitfahrbankl allmählich Gestalt an.

Die Gesprächsrunde um Seniorenbeauftragten Willfried Schmidt (Mitte).
von Leonhard EhrasProfil

Um älteren Menschen in den Gemeinden Etzelwang und Neukirchen Hilfen und Abwechslung in ihrem Alltag anbieten zu können, berief Etzelwangs Seniorenbeauftragter Willfried Schmidt eine konzertierte Aktion in den Gemeindestadel ein.

Die Bürgermeister beider Gemeinden, die evangelische Kirche, die Sozialstation und die Nachbarschaftshilfe Neukirchen, VdK und Vertreter von Verbänden, die diesem Thema nahestehen, machten sich Gedanken über das vorgesehene Mitfahrbankl, über einen Veranstaltungskalender für Senioren und über die Auswertung eines Fragebogens für Bürger über 65 Jahren. Kompetente Beratung steuerte Silke Kunz von der Seniorenkontaktstelle im Landratsamt Amberg Sulzbach bei.

Integra bietet Hilfe an

Zur Einführung eines Mitfahrbankls kamen Erfahrungen aus anderen Gemeinden zur Sprache. Sie zeigten vor allem, dass es von Vorteil sei, wenn sich ein "Kümmerer-Team" dieses Dienstes für ältere Menschen annehmen würde. Da in Etzelwang und Neukirchen die Aktion noch am Anfang steht, nahmen die Teilnehmer dankbar den Hinweis entgegen, dass die Suchthilfe-Einrichtung Integra sich für die Herstellung der benötigten Bänke bereiterklärt habe.

Die Versicherungsfragen bei den Mitfahrten seien bereits geklärt. Die Standorte und Kennzeichnung der Mitfahrbankl werden in Kürze festgelegt. Silke Kunz sah in dieser Aktion eine eventuelle Vorstufe für einen kommunalen Bürgerbus.

In Neukirchen und Etzelwang wurden Fragebogen für ältere Mitbürger ausgegeben. Die Seniorenbeauftragten wollten damit Anregungen, Wünsche und Bedürfnisse in Erfahrung bringen. Die Fragebogenaktion gilt noch nicht als abgeschlossen. Weitere Rückmeldungen sind erbeten. Wer noch einen Fragebogen haben möchte, bekommt ihn in der Verwaltung. Die Seniorenbeauftragten weisen mit Nachdruck darauf hin, dass mit dem Fragebogen den Senioren die Möglichkeit geboten werde, Verbesserungswünsche für ihre Zukunft zu äußern.

Internet-Einstieg erleichtern

Ins Gespräch kam auch ein Veranstaltungskalender für Senioren. Darin sollten Termine angekündigt werden, Informationen verbreitet, Ansprechstellen und Beratungsmöglichkeiten genannt werden. Weil unter älteren Mitbürgern auch der Umgang mit Internet, Smartphones und Tablets auf Interesse stößt, wären Kurse mit Anleitungen sinnvoll. Kurse müssten möglichst innerhalb der Gemeinde stattfinden. Gleichzeitig müsste zum Beispiel durch Vorträge kompetenter Kräfte der Polizei auch auf die Gefahren im Internet und am Handy durch Betrüger aufmerksam gemacht werden, um die Senioren vor Schaden zu bewahren.

Treffpunkte schaffen

Überhaupt sollten den älteren Mitmenschen Kontaktmöglichkeiten geboten werden für besseres Kennenlernen, Unterhaltung, Gesprächsrunden oder Kartenspiele. Auch das Zusammenwirken diverser amtlicher Stellen im Landkreis, Fördermöglichkeiten staatlicher Behörden oder ähnlich wertvolle Hinweise könnten in einem derartigen Infoblatt aufgenommen werden. Die beiden Seniorenbeauftragten Gertraud Kasper (Neukirchen) und Willfried Schmidt (Etzelwang) nahmen aus der gesprächsrunde viele Anregungen für ihr weiteres Vorgehen auf.

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